Kritiker tauschen Scheuch-Hefte um
Der Verein "Allianz Kärnten" tauscht auf Bestellung die Mitteilungshefte mit Scheuch-Bild aus. Damit will man zur Förderung der Demokratie in Kärnten beitragen.

Foto © SobeDie umstrittenen Mitteilungshefte
Dass es in Kärnten eine kritische Zivilgesellschaft gibt, beweist der Verein "Allianz Kärnten" mit einer Umtauschaktion für Mitteilungshefte mit Scheuch-Bild. Die Idee kommt vom Klagenfurter Unternehmer Franz Miklautz. Wie berichtet, lacht Bildungsreferent Uwe Scheuch aus 25.000 Mitteilungsheften, die an Kärntner Pflichtschüler gingen. Der Politiker, der sich die Aktion 4000 Euro an Steuergeld kosten ließ, will den Eltern so rund 20.000 Euro ersparen, da sie die Hefte schließlich nicht mehr selber kaufen müssten.
"Es ist ein Wahnsinn Schulkinder damit zu überfallen", sagt Miklautz. Gerade weil viele Kärntner glaubten, sie könnten alleine nichts unternehmen, seien solche Aktionen wichtig. Also wandte er sich an die Allianz. Dieser reicht es mit "politischer Werbung als Zwangsbeglückung", wo noch gehöhnt werde, den Bürgern so Geld zu ersparen, sagt Mike Bernthaler. Er ist Gründungsmitglied des Vereines mit rund 200 Mitgliedern vom Universitätsprofessor bis zur Künstlerin. Man tritt "zur Förderung der Demokratie in Kärnten" an. Laut Bernthaler gehe es darum, dass "Kärnten zum Selbstbedienungsladen verkommen" sei. Es gebe in Kärnten nur noch strafrechtliche Relevanz, keine Verantwortung: "Das ist aber für uns und unsere Kinder keine Zukunft!"












