Eltern gegen "Zugriff der Länder" auf Lehrer

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Gegen den "Zugriff der Länder auf die Lehrer und das Schulsystem" machen die Elternverbände mobil. Am Montag sprachen sich die drei Vertreter der großen Elternverbände für eine einheitliche Bundesverantwortung bei gleichzeitigem Ausbau der Autonomie am Standort aus. Mit drei Mio. Eltern im Rücken gehen sie davon aus, gehört zu werden.
"Wir haben das stärkste Machtmittel in der Hand: den Kugelschreiber, mit dem wir bei der nächsten Wahl unserer Meinung Ausdruck geben werden", so der Vorsitzende des Dachverbandes der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen, Gerald Netzl. "Ich möchte auch gleich mit der Befürchtung aufräumen, dass alles zentralisiert würde und der kleine Beamte in seinem Stüberl in Wien entscheidet, ob die Lehrerin X in der kleinen Volksschule in Osttirol weiter beschäftigt wird", so Netzl. Natürlich solle es auch künftig eine Verwaltung in den Ländern geben - "die soll aber in Bundeshand sein".
Bei einer Überführung der Kompetenzen in Länderhand befürchtet der Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, Theodor Saverschel, die Entstehung von neun verschiedenen Schulsystemen, bei dem es "ein Glücksfall ist, in welches Land man hineingeboren wird". Stefan Mandahus, Präsident des Hauptverbandes Katholischer Elternvereine, verlangte eine einheitliche Bundeskompetenz bei gleichzeitigem Ausbau der Schulautonomie, verbunden mit der Garantie, dass sämtliche Werteinheiten (Stundenkontingente, Anm.) plus Sachaufwand an den Schulen ankommen.
Eine einheitliche Bundeskompetenz für alle Lehrer forderte auch der am Wochenende neu gewählte Bundesschulsprecher Philipp Pinter. Dieser Punkt soll Teil einer umfassenden Verwaltungsreform im Schulwesen sein, die unter anderem eine Abschaffung der Landes- und Bezirksschulräte, die Schaffung von Bildungsdirektionen sowie die Einrichtung von Landesschulgemeinschaftsausschüssen umfasst, so Pinter.












