Klasnic-Kommission vor ersten Zahlungen

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Die von Kardinal Schönborn beauftragte Opferanwaltschaft zu den Missbrauchsfällen unter der Leitung von Waltraud Klasnic könnte am Dienstag erstmals über Entschädigungszahlungen entscheiden. "Es liegen Fälle vor", so ein Sprecher des Gremiums am Sonntag. Sicher sei allerdings nicht, dass es schon zu Beschlüssen kommen werde.
Es seien zwar nicht viele Fälle, die der Klasnic-Kommission am Dienstag vorliegen werden, allerdings gelte es, die "Eckpfeiler einzuschlagen". Die erwarteten Entscheidungen könnten demnach zu "Folgebeurteilungen" führen, hieß es aus der Opferanwaltschaft. Möglich sei aber auch, dass die Kommission sich noch nicht entscheidet und weitere Beratungen benötigt. Erst am Donnerstag hat sich die kirchliche Stiftung konstituiert, die die Entschädigungszahlungen vornehmen soll. Ein nächster Sitzungstermin sei schon bald anberaumt.
Unterdessen bereitet Rechtsanwalt Werner Schostal, der rund 300 Opfer vertritt, erste Klagen vor. Gegenüber dem "Standard" bezeichnete er die Verhandlungen mit der Kirche als gescheitert, es werde keine außergerichtliche Einigung geben. Gespräche mit der Klasnic-Kommission habe es zwar gegeben, die in Aussicht gestellten Beträge seien aber zu niedrig, so Schostal.












