Toter bei Protesten gegen Koranverbrennung

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Trotz der Absage der geplanten Koranverbrennung in den USA ist es in der afghanischen Hauptstadt Kabul am Mittwoch zu schweren Ausschreitungen mit mindestens einem Toten gekommen. Ein Demonstrant starb bei Zusammenstößen. Mindestens 35 Polizisten und elf Demonstranten wurden verletzt. Zwei Polizisten hätten Kopfschüsse erlitten und schwebten in Lebensgefahr, so die Polizei.
Schon in den vergangenen Tagen waren bei ähnlichen Protesten in verschiedenen afghanischen Provinzen insgesamt drei Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt worden. Der amerikanische Pastor Terry Jones hatte am vergangenen Samstag, dem Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001, den Koran verbrennen wollen. Er hatte die Aktion nach einem weltweiten Aufschrei der Empörung aber wieder abgesagt.
Augenzeugen in Kabul berichteten am Mittwoch, aufgebrachte Afghanen hätten auf ihrem Zug in Richtung Innenstadt "Tod für Amerika" und "Tod den Feinden des Islams" skandiert. Sie hätten Steine auf Sicherheitskräfte geworfen und Reifen in Brand gesetzt. Einige von ihnen hätten weiße Flaggen geschwenkt, wie sie die Taliban verwenden. An den Protesten hätten sich mehrere hundert Menschen beteiligt. Demonstranten hätten außerdem Plakate von Kandidaten der Parlamentswahl am kommenden Samstag abgerissen.












