Europäischer Gerichtshof stärkt Informantenschutz
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat das Recht von Medien auf den Schutz von Informanten gestärkt. In einer Entscheidung am Dienstag erklärten die Richter in Straßburg Journalisten zur Preisgabe ihrer Quellen zu zwingen, schade zum einen dem betroffenen Informanten und zum anderen der Glaubwürdigkeit der Medien in der Öffentlichkeit.
Eine niederländische Zeitschrift hatte den EGMR angerufen, weil die Staatsanwaltschaft ihren Chefredakteur hatte festnehmen lassen und die Herausgabe von Bildern eines illegalen Straßenrennens gefordert hatte. Die Staatsanwaltschaft hätte erst gerichtlich klären lassen müssen, inwieweit ihre Ermittlungen das öffentliche Interesse an einer freien Presse überwiegen, erklärten die 17 Richter in ihrer einstimmig getroffenen Entscheidung. Medienvertreter sprachen von einem Meilenstein, der das Recht europäischer Journalisten auf den Schutz ihrer Quellen bestätige.












