Holocaust-Leugner: Auschwitz wie Disneyland
Der britische Holocaust-Leugner David Irving hat den polnischen Behörden vorgeworfen, aus dem NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz eine "Touristenattraktion" im "Stil von Disneyland" gemacht zu haben.

Foto © AP
Auschwitz sei inzwischen eine "Gelddruckmaschine", sagte der Historiker David Irving am Samstag der britischen Tageszeitung "Daily Mail".
Unter anderem gebe es falsche Wachtürme. "Ich bin seit 40 Jahren Historiker und ich erkenne eine Fälschung, wenn ich sie sehe. Und wenn man auf alte Fotos von Auschwitz guckt, dann waren diese Türme nicht auf den Fotos." Das ehemalige Lager habe inzwischen einen "Disney-Charakter", sagte Irving weiter.
Irving äußerte sich nach massiver Kritik an einer von ihm angebotenen Polen-Reise. Dabei sollen die Teilnehmer unter anderem Bunker von Adolf Hitler und Heinrich Himmler sehen. "Vergessen Sie Auschwitz, das in eine Touristenattraktion mit Hotdog-Verkäufern und Souvenirständen verwandelt wurde", heißt es unter anderem in der Werbung für die Reise, die Ende September stattfinden soll.
Irving war im November 2005 in Österreich verhaftet und wegen Leugnung des Holocaust zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Nach 13 Monaten Haft wurde er nach Großbritannien abgeschoben. In Gesprächen mit dem britischen Rundfunksender BBC und mehreren österreichischen Medien hatte Irving aus der Haft heraus erneut den Völkermord an den Juden während der NS-Diktatur geleugnet.












