Bekannter Neonazi bei Strache-Auftritt aufgetaucht
Ein angeblich ungewollter Ordner bei einem FPÖ-Wahlkampfauftritt in Wien-Stammersdorf bringt die FPÖ abermals in Verlegenheit.

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Laut einem "profil"-Bericht soll sich dort der amtsbekannte Neonazi Gregor T. als Sicherheitsmann, eingekleidet in ein T-Shirt mit Partei-Logo, betätigt haben. FPÖ-Obmann Strache bestreitet, dass dieser offiziell für die Partei gearbeitet habe.
Der Skinhead habe sich privat als Ordner aufgespielt, sagte Strache. Der FPÖ-Obmann hatte am Sonntag vor zwei Wochen die Stammersdorfer Weintage besucht und war dabei von mehreren Securitys in FPÖ-Leibern flankiert. Darunter, so berichtet "profil", auch Gregor T., laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) einer der gefährlichsten Skinheads des Landes. Er soll Mitbegründer des Neonazi-Skinhead-Netzwerks "Blood and Honour" in Österreich und schon mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein.
Den Vorwurf, die FPÖ sei für die Anwesenheit des Skinheads verantwortlich, lässt Strache nicht gelten: "Das ist nachweislicher Unsinn. Faktum ist, das war keine FPÖ-Veranstaltung, sondern eine öffentliche Veranstaltung." Der FPÖ-Chef bestritt, Gregor T. zu kennen. Dieser sei weder ein Angestellter noch Security gewesen. Straches Sicherheitspersonal bestehe ausschließlich aus dienstfrei gestellten Beamten.
"Wir sind nicht der Verfassungsschutz", rechtfertigte sich auch FPÖ-Generalsekretär Kickl das Auftreten des Skins bei der Veranstaltung. Auch die Listen der Ordner kontrolliere man nicht auf amtsbekannte Skinheads. Eines sei allerdings sicher, sagte Kickl: "Sollten wir hören, dass so jemand für uns arbeiten will, fliegt er hochkant raus." An der privaten Teilnahme an FPÖ-Veranstaltungen könne man allerdings auch Personen wie Gregor T. nicht hindern, in Österreich gelte die Versammlungsfreiheit.












