Entscheidung über Sarrazin vertagt

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Der Streit um die berufliche Zukunft des wegen seiner Thesen zur Integration von Zuwanderern umstrittenen Thilo Sarrazin bei der Deutschen Bundesbank zieht sich hin. Wie ein Sprecher der Bundesbank am Mittwoch sagte, dauerten die Gespräche zwischen dem Vorstand und Sarrazin an. "Vor Donnerstag ist nicht mit einer Entscheidung zu rechnen", teilte er nach einer Sitzung des Vorstands mit.
Der frühere Berliner SPD-Finanzsenator und jetzige Bundesbank-Vorstand Sarrazin steht seit Tagen wegen seiner Thesen zur Integrationsfähigkeit von Muslimen und Äußerungen zur angeblichen genetischen Disposition bestimmter Volksgruppen in der Kritik. Die Bundesbank verzichtete bisher auf einen Antrag auf Entlassung, weil sie Sarrazin erst anhören wollte. Der SPD-Parteivorstand hat ein Parteiausschluss-Verfahren gegen Sarrazin eingeleitet.
Vom Internationalen Literaturfestival in Berlin wurde Sarrazin ausgeladen. Dort hätte er am 25. September zum Thema "Zukunft Deutschland" sprechen sollen. Das Literaturhaus in München hat sich indessen nach Drohungen entschlossen, eine geplante Sarrazin-Lesung zu einer Diskussionsveranstaltung umzuwandeln. Im Rahmen der Vorstellung seines Buchs "Deutschland schafft sich ab" am 29. September sollen nun u.a. Einwanderungsexperten, Biologen und Genforscher über die umstrittenen Thesen diskutieren. Sarrazin hatte vor allem mit der Aussage "Juden teilen ein bestimmtes Gen" für Wirbel gesorgt.













