Regierung stoppt FH-Ausbau - und will ausbauen

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Die Regierung stoppt den Ausbau der Anfänger-Studienplätze an den Fachhochschulen und bekennt sich gleichzeitig zu deren weiterem Ausbau. Aufgrund mangelnden Budgets sieht der am Dienstag im Ministerrat beschlossene neue FH-Plan 2010/11-2012/13 vorerst eine "qualitative Weiterentwicklung und Konsolidierung" der Fachhochschulen vor.
Seit Gründung der FH im Jahr 1994 wurden die Anfänger-Studienplätze bisher stets erweitert. Derzeit studieren an den Fachhochschulen rund 36.000 Personen in 315 Studiengängen, davon sind rund 14.300 Anfänger. Vom Bund gefördert werden knapp 32.000 Plätze - pro Studienplatz fließen 7.940 Euro bei technischen bzw. 6.510 Euro bei wirtschaftlichen Studiengängen an die Erhalter. Die Bundesförderung betrug 2009 189,4 Mio. Euro, 2010 etwas mehr als 200 Mio. Euro. Vom Ausbaustopp ausgenommen sind natürlich jene Plätze, die vom Bund gar nicht finanziert werden: Das sind die rund 4.000 FH-Studienplätze im Gesundheitsbereich - sie werden von den Ländern bezahlt.
Wissenschaftsministerin Karl erklärte, dass ihr der Ausbau-Stopp "natürlich" weh tue. Sobald es wieder möglich ist, solle es auch wieder neue Plätze geben, so die Ministerin. "Der quantitative Ausbau bleibt mein zentrales Ziel, das wir aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der notwendigen Budgetkonsolidierung des Bundes aber nur unter Voraussetzung neuer Mittel erreichen können", so Karl. Unterrichtsministerin Schmied sagte dazu, die SPÖ stimme dem Fachhochschulplan zu, da auf "Basis der Gegebenheiten" nicht mehr möglich sei. Neue Mittel sollen nach Ansicht Karls vor allem durch eine Ökologisierung des Steuersystems hereinkommen: "Dazu brauchen wir ein gemeinsames Bekenntnis der Regierung."
Konkret bedeutet der Ausbaustopp, dass es keine neuen Anfänger-Studienplätze gibt. Trotzdem steigt die Zahl der vom Bund geförderten Studienplätze von derzeit (2010/11) rund 31.800 bis 2012/13 auf 33.100, da die nun beginnenden Anfänger dann noch in höhere Jahrgänge wechseln.












