Irak hat seine Souveränität wieder

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Der irakische Regierungschef Maliki hat am Dienstag das offizielle Ende des US-Kriegseinsatzes in seinem Land begrüßt. "Der Irak ist heute souverän, unabhängig und wird nun und in der Zukunft seine eigenen Entscheidungen treffen", sagte der Ministerpräsident in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Der offizielle Abzug der US-Kampftruppen ist laut Präsident Obama aber kein Anlass zum Feiern.
"Es wartet noch viel Arbeit auf uns, um sicherzustellen, dass der Irak ein echter Partner für uns sein kann", sagte der Präsident bei einem Truppenbesuch in Fort Bliss im US-Bundesstaat Texas. Er sei aber optimistisch, dass das Land sein Schicksal nun selbst bestimmen könne. "Der Irak hat die Chance, eine bessere Zukunft für sich selbst zu schaffen." Obama wird in der Nacht auf Mittwoch im Fernsehen diesbezüglich noch eine Rede an die Nation halten.
"Der US-Rückzug aus dem Irak ist ein unerlässlicher Schritt auf dem Wege zur Wiederherstellung der vollen Souveränität und zum Aufbau eines freien, unabhängigen und florierenden Landes", sagte Maliki. Die sich häufenden Anschläge seit Beginn des Abzugs der US-Kampftruppen in diesem Monat beschrieb der Regierungschef als die verzweifelten Taten von Aufständischen.
Der Regierungschef war zuvor in Bagdad mit US-Vizepräsident Biden zusammengekommen. Die schleppende Regierungsbildung war Thema der Unterredungen. Auch rund ein halbes Jahr nach der Parlamentswahl am 7. März gibt es immer noch kein neues Kabinett.
In den vergangenen sieben Jahren verloren die USA im Irak mehr als 4.000 Mann. Fast 32.000 wurden verwundet. Die zurückbleibenden knapp 50.000 US-Soldaten haben immer noch schwierige Aufgaben vor sich: Sie müssen irakische Soldaten ausbilden, gemeinsam mit irakischen Einsatzkräften Anti-Terror-Operationen durchführen und amerikanische Bürger im Land schützen.













