Hahn: EU ist "Überlebens-Versicherung"
EU-Regionalkommissar Hahn hielt anlässlich der Eröffnung der Alpbacher Politischen Gespräche ein Plädoyer für mehr Selbstbewusstsein der Europäer. Der europäische Zusammenhalt sei wichtiger denn je.

Foto © APA EU-Regionalkommissar Johannes Hahn
EU-Regionalkommissar Johannes Hahn hat am Sonntag zur Eröffnung der Politischen Gespräche des Europäischen Forums Alpbach ein Plädoyer für mehr Selbstbewussten der Europäer gehalten und gleichzeitig auf Erfolge verwiesen, die erzielt worden seien. Angesichts der "dramatischen Ereignisse rund um den Euro" habe sich gezeigt, dass die EU nicht abstrakt, sondern als "Solidar- und Schicksalsgemeinschaft" Realität und "die Überlebensversicherung schlechthin" sei.
Gerade in Zeiten globaler Verwerfungen sei der europäische Zusammenhalt "wichtiger denn je", betonte Hahn. "Durch die EU erhöhen wir den Handlungsspielraum." Der EURO-Rettungsschirm sei "kein Sündenfall" gewesen, sondern habe eine "Kernschmelze" und einen "Flächenbrand" verhindert. Er sei überzeugt, dass es diesbezüglich auch noch Gespräche mit der Slowakei geben werde, sagte der EU-Kommissar.
Humanitäre Verpflichtung in Pakistan
Besonders deutliche Worte fand Hahn für die Rolle der internationalen Gemeinschaft angesichts der Flutkatastrophe in Pakistan. Die dort dringend benötigte Hilfe sei zu leisten. Dies sei eine "humanitäre Verpflichtung und eine politische Notwendigkeit". Er habe wenig Verständnis dafür, "dass es offenbar einfacher ist, militärische Mittel zur Verfügung zu stellen als Hilfe", sagte Hahn. Wenn es nun heiße, dass in den betroffenen Gebieten in nächster Zukunft fast 100.000 Babys geboren würden, dann sei es "die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Weltgemeinschaft, Sorge zu tragen, dass kein einziges dieser Babys stirbt".












