Ulrichsbergtreffen findet heuer wieder statt
Die Ulrichsberggemeinschaft wird - nach der Absage im vergangenen Jahr - heuer das traditionelle Ulrichsbergtreffen wieder veranstalten. Allerdings nicht mehr bei der Gedenkstätte am Berg, die Veranstaltung übersiedelt zum Herzogstuhl am Zollfeld. Im vergangenen Jahr war das Treffen nach einem Wirbel um den früheren Obmann wegen des angeblichen Verkaufs von Nazi-Devotionalien abgesagt worden.
Das Bundesheer hatte im Vorjahr seine Unterstützung für das Treffen aufgekündigt, Verteidigungsminister Darabos begründete diesen Schritt mit der "ungenügenden Abgrenzung zu NS-Gedankengut". Das Heer wird auch heuer nicht dabei sein, die Ulrichsberggemeinschaft will das Treffen aber trotzdem durchführen.
Erstmals wird es auf zwei Tage verteilt, am 18. September gibt es eine Kranzniederlegung bei der Gedenkstätte am Ulrichsberg, tags darauf die Feier, die ursprünglich als Kriegsheimkehrer-Gedenkfeier ins Leben gerufen worden war. Laut Ulrichsberggemeinschaft werden der ehemalige Kärntner SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Rudolf Gallob und der freiheitliche Ex-Sozialminister und Vizekanzler Herbert Haupt als Festredner auftreten. Haupt hatte bereits 2005 die Festansprache gehalten - damals noch auf dem Berg.
Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war über Initiative des damaligen Klagenfurter ÖVP-Vizebürgermeisters Blasius Scheucher errichtet und im Jahre 1959 eröffnet worden. Jahrelang hatte es Debatten um das Treffen gegeben, da immer wieder Rechtsradikale und Ex-Nazis teilgenommen hatten. In den vergangenen Jahren hatte es aber kaum noch nennenswerte Zwischenfälle gegeben. Im vergangenen Jahr hatte die FPÖ trotz der Absage der Veranstaltung zum Treffen eingeladen, 150 Teilnehmer kamen, rund 60 Demonstranten protestierten.













