Polen wollen kein Smolensk-Denkmal vor Palast

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Laut einer Umfrage sind 64 Prozent der Polen gegen die Errichtung eines Denkmales für die Opfer der Smolensk-Katastrophe vom 10. April vor dem Präsidentenpalast in der polnischen Hauptstadt. Präsident Lech Kaczynski, seine Ehefrau und weitere 94 Insassen der Regierungsmaschinen kamen bei dem Unglück ums Leben.
Diese Ablehnung geht aus der neuesten Studie des Instituts GfK Polonia für die "Rzeczpospolita" hervor. Pfadfinder hatten einige Tage nach der Katastrophe ein Kreuz vor dem Präsidentenpalast aufgestellt. Nur 34 Prozent der Polen unterstützen die Demonstranten, die seit mehreren Wochen vor dem Kreuz wachen und auf den Bau eines Denkmals an dessen Stelle bestehen.
Noch skeptischer gegenüber der Idee sind die Warschauer. Laut einer Umfrage der SMG/KRC Millward Brown für den Fernsehsender TVN sind 69 Prozent der Einwohner der Hauptstadt gegen den Bau des Denkmals vor dem Präsidentensitz. Jeder vierte (26 Prozent) sei anderer Meinung.
Die Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz kündigte am gestrigen Donnerstag an, dass sie die Einwohner der Hauptstadt in einem Referendum über die Platzierung des möglichen Denkmals befragen werde, falls sie bei den Kommunalwahlen in Herbst wiedergewählt werden sollte. Sie betonte, dass es vor dem Präsidentenpalast keinen Platz für ein Denkmal gebe, weil das Gelände unter Denkmalschutz stehe, da dieses sich in der direkten Umgebung der in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommenen Altstadt befinde.
Das Holzkreuz vor dem Präsidentenpalast bringt in Polen seit mehreren Wochen heftige Kontroversen mit sich. Anhänger des ehemaligen Präsidenten wollen, dass das Kreuz bis zur Errichtung eines Denkmals für Kaczynski vor dem Präsidentensitz bleibt. Sie haben eine ständige Wache organisiert, um den schon beschlossenen Abtransport des Kreuzes in eine Kirche zu verhindern.












