Frankreich: Ärger über den "deutschen Papst"
Ein Sarkozy-Vertrauter kritisiert den "deutschen Papst" wegen seiner Aussagen zur Roma-Abschiebung. Benedikt XVI. sei "unsensibel, wie bei allen Deutschen ein Erbe der Geschichte des Nazi-Regimes."

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Der französische Intellektuelle und Sarkozy-Vertraute Alain Minc hat Papst Benedikt XVI. das Recht abgesprochen, sich in die Diskussion über unrechtmäßig in seinem Heimatland lebende Roma einzumischen. Der 83-Jährige sei unsensibel und wie alle Deutschen ein Erbe der Geschichte des Nazi-Regimes, sagte Minc am Mittwoch dem Radiosender France Inter. Über die Roma-Frage könne diskutiert werden, aber nicht von "einem deutschen Papst". Dessen Vorgänger Johannes Paul II. hätte dies vielleicht tun können. "Aber nicht er", betonte der 61 Jahre alte Politikberater und Autor.
In Frankreich gibt es seit einigen Wochen heftige Diskussionen über die Rückführung von Roma in ihre Heimatländer Bulgarien und Rumänien. Präsident Nicolas Sarkozy und die Regierung lassen dafür zahlreiche illegale Roma-Lager auflösen. Papst Benedikt XVI. hatte dies am Sonntag indirekt kritisiert. Während seines Angelusgebets erinnerte er in französischer Sprache daran, dass Katholiken die Pflicht hätten, Menschen verschiedener Herkunft zu akzeptieren. Dies wurde als Anspielung auf die Situation in Frankreich interpretiert.













