Kosovo will Scheitern von Serbiens UNO-Resolution

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Der Kosovo hofft nach Angaben seines Außenministers Skender Hyseni auf ein Scheitern der von Serbien angestrebten UNO-Resolution, die die Aufnahme von Gesprächen über "alle offenen Fragen" zum Ziel hat. "Die kosovarischen Behörden sind überzeugt, dass es keinen Bedarf für eine solche Resolution gibt", betonte Hyseni gegenüber der Tageszeitung "Koha Ditore".
Pristina setze sich gemeinsam mit den Staaten, von denen es unterstützt werde, dafür ein, das Scheitern der serbischen Resolution vor der UNO-Vollversammlung herbeizuführen. Hyseni bekundete auch seine Erwartung, dass es keine Gegenresolution geben werde.
Die Belgrader Tageszeitung "Blic" berichtete dagegen am Dienstag, dass die USA eine Gegenresolution vorbereitet hätten, in der Belgrad und Prishtina zum Dialog aufgefordert würden und der Status des Kosovo als unveränderbar bezeichnet werde. Washington hat laut dem Blatt noch nicht beschlossen, ob dieser Text direkt oder durch ein anderes Land wie etwa Albanien zugestellt werden soll.
Die Kosovo-Albaner hatten im Februar 2008 einseitig die Unabhängigkeit von Serbien ausgerufen, diese wurde von 69 Staaten anerkannt. Serbien hält den Kosovo-Status für eine offene Frage. Serbische Medien berichteten in den vergangenen Tagen übereinstimmend, dass Belgrad nicht bereit sei, seinen Resolutionstext zu korrigieren. Das Boulevardblatt "Vecernje novosti" deutete vor dem Besuch des deutschen Außenministers Guido Westerwelle am Donnerstag in Belgrad allerdings an, dass dies doch noch möglich wäre.
Der Internationale Gerichtshof (IGH) hatte in einem Gutachten festgestellt, dass die einseitige Kosovo-Unabhängigkeitserklärung von 2008 nicht gegen die UNO-Resolution 1244 verstößt, was bedeutet, dass diese weiter in Kraft ist. Das wiederum läuft darauf hinaus, dass der Kosovo noch kein unabhängiger Staat ist und es weiterer Statusverhandlungen bedarf.













