SPD-Politiker Steinmeier spendet seiner Frau Niere

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Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, will seiner schwer erkrankten Ehefrau eine Niere spenden. Er zieht sich deshalb "für einige Wochen" aus der Politik zurück. Der 54-jährige SPD-Politiker und seine Frau, die Verwaltungsrichterin Elke Büdenbender, werden am Dienstag in einer Klinik operiert.
Seine Frau leide an einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung. "Eine akute Zuspitzung ergab sich erst in den letzten Wochen und wir haben nach anderen Therapien gesucht, die nicht zur Verfügung standen", sagte Steinmeier. Wegen der langen Wartezeiten für ein Spenderorgan habe er sich entschieden, seine eigene Niere zu spenden. "Das wird bedeuten, dass ich mich heute Mittag in ärztliche Obhut begeben werde", sagte Steinmeier. Er rechne damit, dass er im Oktober wieder zurückkomme.
Während Steinmeiers Abwesenheit wird der stellvertretende SPD-Fraktionschef Joachim Poß die Amtsgeschäfte übernehmen. Dies sei mit dem Parteivorsitzenden Gabriel abgestimmt, sagte Steinmeier. Der 61-jährige Poß ist der dienstälteste Fraktionsvize und Finanzexperte.
Bundeskanzlerin Merkel wünschte Steinmeier Kraft und Zuversicht für die Genesung seiner Ehefrau. Die Kanzlerin telefonierte am Vormittag mit Steinmeier drückte ihre Hoffnung auf baldige Besserung aus.
Steinmeier ist seit der Wahl im vergangenen Jahr Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Er war damals als SPD-Kanzlerkandidat gegen die CDU-Regierungschefin Merkel angetreten. In der vorangegangenen großen Koalition von CDU/CSU und SPD zwischen 2005 und 2009 war er Außenminister und ab 2007 zugleich Vizekanzler gewesen. Von 1999 bis 2005 hatte er unter dem SPD-Kanzler Gerhard Schröder die Regierungszentrale geleitet. Steinmeier und Büdenbender sind seit 1995 verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter, die 1996 geboren wurde.












