Labor-Regierung bei Wahl in Australien knapp voran
In Australien hat am Samstag die vorgezogene Parlamentswahl begonnen. Ersten Nachwahlbefragungen zufolge liegt die Partei der seit zwei Monaten amtierenden Ministerpräsidentin Julia Gillard knapp voran.

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Die Projektionen des TV-Senders Channel Nine sagten am Samstag für die Labor Party einen Stimmenanteil von 52 Prozent voraus. Das national-liberale Bündnis des Oppositionskandidaten Tony Abbott kam demnach auf 48 Prozent der Stimmen. In traditionell hartumkämpften Wahlreisen zeichneten sich allerdings deutliche Stimmenverluste der Labor-Kandidaten ab, daher könnte das Gesamtergebnis noch zugunsten Opposition kippen.
In einer weiteren Hochrechnung von Wählerbefragungen des Senders Sky News kam Labor auf 51 Prozent, die Opposition auf 49 Prozent. Die Nachwahlbefragungen erfolgten vor Schließung der Wahllokale. Der Urnengang endete in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten an der Ostküste um 18.00 Uhr (Ortszeit, 10.00 Uhr MESZ), während im Westen des Landes noch knapp zwei Stunden gewählt wird. Insgesamt waren rund 14 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
Umfragen hatten bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Gillard und Abbott vorausgesagt. Gillard hatte erst im Juli Regierungschef Kevin Rudd von der Spitze der Labor Party verdrängt und ihn als Premierminister abgelöst. Die 48-Jährige ist die erste Frau an der Regierungsspitze Australiens.
Das Land hat ein Zwei-Kammer-Parlament nach britischem Vorbild. Die Partei, die die meisten der 150 Sitze im Repräsentantenhaus gewinnt, bestimmt den Premierminister. Zuletzt verfügte die Labor-Partei über 83 Sitze im Unterhaus, das national-liberale Bündnis über 63. Bei der Wahl werden auch die Hälfte der 76 Senatssitze neu vergeben. In dem 22-Millionen-Einwohnerland besteht für alle Bürger ab 18 Jahren Wahlpflicht.












