Viele Amerikaner halten Obama für einen Muslimen

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Immer mehr Amerikaner glauben fälschlicherweise, ihr Präsident sei ein Muslim. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage erklärten 18 Prozent, Obama gehöre dem Islam an. Im März 2009 waren dies noch elf Prozent. Dagegen ist die Zahl der US-Bürger, die korrekt wissen, dass Obama Christ ist, auf 34 Prozent gesunken.
Der weitaus größte Teil der Befragten, 43 Prozent, erklärte in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew, Obamas Religionszugehörigkeit sei ihnen unbekannt. Vor eineinhalb Jahren waren das noch 34 Prozent.
Die Umfrage wurde noch vor der jüngsten Kontroverse um den Bau einer Moschee neben dem Ground Zero in New York vorgenommen. Obama hatte dazu erklärt, Muslime hätten "dasselbe Recht wie alle anderen in diesem Land haben, ihre Religion auszuüben". Er wollte diese Aussage aber nicht als Parteinahme für die geplante Moschee verstanden wissen.
In einer anderen Meinungserhebung, die nach dem Streit erhoben wurde, erklären sogar 24 Prozent, Obama sei Muslim. 47 halten ihn für einen Christen und 24 Prozent zeigten sich unwissend oder antworteten nicht. Die Umfrage vom "Time"-Magazin und ABT SRBI wurde am Montag und Dienstag vorgenommen.
Obama ist der als Christ getaufte Sohn einer Amerikanerin und eines muslimischen Kenianers. Im Alter zwischen sechs und zehn Jahren lebte er in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Erde. Erzkonservative Republikaner hatten schon im Präsidentschaftswahlkampf 2008 damit begonnen, den sonst stets abgekürzten zweiten Vornamen des damaligen Senators auszuschreiben und ihm so eine Nähe zur arabischen Welt zu unterstellen: "Barack Hussein Obama".
Zudem nimmt Obama anders als seine Vorgänger George W. Bush und Bill Clinton weitaus weniger öffentlich an Gottesdiensten teil. Auch dadurch ist die Religionszugehörigkeit Obamas vielen Amerikaner nicht so präsent wie die anderer US-Präsidenten.












