Sieben Tote bei Anschlag in Unruheregion in China
Bei einem Sprengstoffanschlag in Aksu in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina sind am Donnerstag sieben Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 14 wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Ein Mann und eine Frau hätten den Anschlag verübt, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Frau sei dabei ums Leben gekommen.
Der Mann, der der Minderheit der Uiguren angehöre, sei am Tatort festgenommen worden, berichtete die Sprecherin des Außenamtes der uigurischen autonomen Region Xinjiang. Nach amtlicher Darstellung haben sie gemeinsam ein dreirädriges Gefährt in eine Gruppe von Menschen gefahren und Sprengstoff gezündet.
Ob der Anschlag mit den ethnischen Spannungen zwischen den muslimischen Uiguren und Chinesen zu tun habe, wollte die Sprecherin nicht sagen. "Das wird noch ermittelt." Die Opfer seien zumeist selbst Uiguren und Angehörige anderer Minderheiten gewesen. Fünf starben vor Ort, während zwei im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlagen, berichtete Xinhua.
Der Anschlag ereignete sich 50 Meter westlich der Duolang-Brücke auf einer Hauptstraße in einem Außenbezirk. Sicherheitskräfte hätten ihre Präsenz auf den Straßen verstärkt, berichteten Bewohner von Aksu. "Ich habe die Explosion hören können", berichtete eine Chinesin telefonisch. Die Menschen seien sehr beunruhigt. "Ich habe Angst, dass es noch mehr Explosionen gibt." Der Anschlagsort sei weiträumig abgeriegelt worden.
Die Stadt Aksu liegt im Süden von Xinjiang. Vor einem Jahr war es in der Region zu blutigen Zusammenstößen gekommen, bei denen mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen waren.












