Streik legte nepalesische Hauptstadt lahm
Ein Streik hat am Sonntag das öffentliche Leben in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu weitgehend zum Erliegen gebracht. Der Verkehr ruhte, auch Schulen, Märkte und Unternehmen blieben in dem Himalaya-Staat geschlossen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben in Kathmandu mindestens 1.000 Streikende fest.
Eine Vereinigung von ethnischen Gruppen hatte zu der Aktion aufgerufen. Sie will damit erreichen, dass es eine neue Verfassung gibt und die Regierung schnell neu gebildet wird. Die Verfassunggebende Versammlung war vor knapp zehn Tagen erneut daran gescheitert, einen Ministerpräsidenten zu wählen. Zwei wichtige Parteien hatten sich nicht an der Abstimmung beteiligt.
Nepal soll noch 2010 eine republikanische Verfassung erhalten. Eine Allparteienvereinbarung vom November 2006 hatte nach dem Ende der Königsdiktatur einen Schlussstrich unter den zehnjährigen Bürgerkrieg mit Maoisten mit mehr als 13.000 Toten gezogen. König Gyanendra wurde 2008 abgesetzt und die Monarchie abgeschafft.













