Scharfe Amnesty-Kritik am Iran

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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat das Vorgehen der iranischen Führung im Fall der von Hinrichtung bedrohten Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani scharf kritisiert. Der Generalsekretär von Amnesty International in Österreich, Heinz Patzelt, sprach am Freitag im Ö1-"Morgenjournal" von einer "widerwärtigen Inszenierung der iranischen Regierung".
Zuerst sei die Frau "völlig absurd" wegen Ehebruchs angeklagt und mit Steinigung bedroht gewesen, dann habe der "ganz massive Druck" aus den westlichen und nördlichen Ländern der Welt auf die iranische Regierung zu einer "Pseudorevisionsankündigung dieses Urteils" geführt, "und das endet damit, dass die Anklage jetzt nach einem erzwungenen öffentlichen TV-Geständnis zu einer Mordanklage umgewandelt werden soll", sagte Patzelt. Die Menschenrechtslage im Iran insgesamt bezeichnete der Amnesty-Generalsekretär als "rundherum katastrophal".
Der Iran will Ashtiani indessen nicht nach Brasilien ausreisen lassen. Der Iran habe keine offizielle schriftliche Anfrage aus Brasilien erhalten, sagte der iranische Botschafter in dem südamerikanischen Land am Donnerstag. "Der Prozess betrifft Iraner, warum sollten andere Länder daran beteiligt sein?" Das Steinigungsurteil wegen Ehebruchs gegen die 43-Jährige hatte weltweit Proteste ausgelöst. Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hatte Ende Juli angeboten, die Frau in seinem Land aufzunehmen.
In einer Sendung des staatlichen iranischen Fernsehens hatte eine als Mohammadi Ashtiani vorgestellte Frau am Mittwochabend zugegeben, dass ihr Liebhaber ihr vorgeschlagen habe, ihren Ehemann zu töten. Sie sei dann bei dem Mord selbst zugegen gewesen. Die Frau war nicht zu erkennen. Sie trug einen schwarzen Tschador, der nur ihre Nase und ein Auge frei ließ.













