19 führende Rothemden in Thailand angeklagt

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Die thailändischen Justizbehörden haben Anklage gegen 19 "Rothemden"-Führer wegen Terrorismus und anderer Straftaten in Zusammenhang mit den gewalttätigen Protesten von Februar mit Mitte Mai erhoben. Dabei waren mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen und rund 2.000 verletzt worden.
Wie die "Bangkok Post" weiter berichtete, stimmte ein Gericht der Anklageerhebung am Mittwoch zu, dem letzten Termin, zu dem die Verdächtigen in Untersuchungshaft gehalten werden durften. Die Staatsanwaltschaft hat zudem eine ähnliche Klageschrift gegen den im Exil lebenden früheren Ministerpräsidenten Thaksin und andere geflüchtete Rothemden-Führer vorbereitet. Der 2006 vom Militär gestürzte und später wegen Korruption zu zwei Jahren Haft verurteilte Thaksin gilt als Kopf und Finanzier der Rothemden-Protestbewegung. Im Falle eine Verurteilung droht ihm und den anderen Angeklagten im schlimmsten Fall die Todesstrafe.
Insgesamt strebt die Staatsanwaltschaft die Verurteilung von 25 Personen wegen Terrorismus, Anstiftung zum Gesetzesbruch, Gewalt und illegalen Versammlungen zwischen 28. Februar und 20. Mai an. Ein 26. Verdächtiger, der zu den Rothemden übergelaufene Generalmajor Khattiya Sawasdipol alias Seh Daeng ("roter Kommandant"), wurde während der Proteste erschossen.
Die 19 Oppositionellen waren bis zur Anklageerhebung 84 Tage in Untersuchungshaft gesessen. Ein Gericht setzte für Montag eine erste Anhörung an. Der Anwalt der oppositionellen UDD (Vereinigte Front für Demokratie gegen Diktatur) sagte, die Anklagen seien politisch motiviert, alle 19 Angeklagten seien unschuldig. Am Montag wolle er eine Zeugenliste und Beweise dafür vorlegen. Die Ermittlungen seien überstürzt und oberflächlich durchgeführt worden, kritisierte Karom.













