Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
25. Mai 2013 09:37 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Elf Tote bei Rebellenangriffen auf den Philippinen Russland: Syrien nimmt an Friedenskonferenz teil Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Elf Tote bei Rebellenangriffen auf den Philippinen Russland: Syrien nimmt an Friedenskonferenz teil
Zuletzt aktualisiert: 11.08.2010 um 11:16 UhrKommentare

Kubas Revolutionsführer ist gesund - Land schwächelt

Totgesagte leben länger: Fidel Castro, der selbst sein Leben vor eineinhalb Jahren am Ende sah, scheint wieder gesund zu sein. Nun präsentiert er sich wieder regelmäßig der Öffentlichkeit.

Fidel Castro geht es wieder gut

Foto © APFidel Castro geht es wieder gut

Vor gut eineinhalb Jahren hatte Kubas Revolutionsführer Fidel Castro resigniert angekündigt, dass sein Leben wohl nicht mehr lange dauern würde. Doch jetzt wird er 84, und er ist so präsent wie seit vier Jahren nicht mehr.

Vier Jahre lang bekamen die Kubaner ihren kranken Revolutionsführer nur auf Fotos und Videos zu sehen. Doch seit einem Monat ist Fidel wieder da. In olivgrüner Uniform oder im Freizeithemd zeigt er sich mittlerweile fast jeden zweiten Tag in der Öffentlichkeit, er empfängt Gäste und gibt Interviews. Und er hat nur eine Botschaft: Der Welt droht der Untergang durch einen Atomkrieg, an dem die USA die Schuld tragen würden.

"Einsatz von Waffen um jeden Preis verhindern"

"Es ist der Augenblick gekommen, an dem weder die Imperien, noch die Revolutionäre ihre Ziele mit Waffen erreichen können," sagte er am vergangenen Wochenende venezolanischen Journalisten, wie das offizielle Portal der kubanischen Regierung Cubadebate berichtete. "Die beste Art, Frieden und Verständigung zu erzielen, ist es, den Einsatz von Waffen um jeden Preis zu verhindern", betonte er.

Möglicherweise sagte er das auch mit Blick auf die Auseinandersetzung zwischen dem mit ihm befreundeten Venezuela und dem mit den USA verbündeten Kolumbien. Diese beiden Länder haben nun begonnen, ihren Dauerdisput um die Anwesenheit von US-Truppen in Kolumbien und kolumbianischen FARC-Rebellen in Venezuela mit Verhandlungen beizulegen. Noch vor wenigen Tagen hatte Venezuelas Präsident Hugos Chávez Truppen an die gemeinsame Grenze geschickt. Er hatte behauptet, Nachbar Kolumbien bereite gemeinsam mit den USA einen Krieg gegen Venezuela vor.

Gewohnte Kritik am "Imperium" USA

Castro kritisierte während seiner zahlreichen Auftritte wie gewohnt "das Imperium" USA, aber auch den Kapitalismus, der nicht geeignet sei, die Probleme der Welt zu lösen. Das ist auch der einzige Bezug zur kubanischen Innenpolitik: Kuba bleibt nämlich, so Fidel Castro, ein sozialistischer Staat, auch über seinen und den Tod seines Bruders Raúl hinaus, der die Führung des Landes vor vier Jahren übernommen hatte.

Denn aus der Innenpolitik hat sich der greise "Máximo Líder" vollkommen zurückgezogen. Er hat sich nicht zu der Anfang Juli begonnenen Aktion der Freilassung und Ausweisung von 52 politischen Häftlingen geäußert. Unter seiner Herrschaft waren sie im Jahre 2003 festgenommen und zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Fidel Castro und mit ihm die kubanische Regierung sehen in Andersdenkenden und Oppositionellen Spione und "Söldner" der USA.

Auch zu den wirtschaftlichen Problemen Kubas, das er 47 Jahre beherrscht hatte, ehe er im Sommer 2006 erkrankte, hat Fidel nichts mehr gesagt. Bis zu seiner Erkrankung war das undenkbar. In Kuba wurde keine wichtige Entscheidung ohne ihn gefällt. Er mischte überall mit, von der Zuckerrohrernte über die Ölförderung bis zur Einfuhr von Energie-Sparlampen.

Fidel war vor seiner Krankheit an jeder wichtigen Entscheidung Kubas beteiligt

Das ist jetzt die Aufgabe seines fünf Jahre jüngeren Bruders Raúl, der in all den Jahrzehnten Fidels Stellvertreter war. Und doch scheint der große Bruder noch immer im Hintergrund die Fäden zu ziehen oder einfach nur wegen seiner Autorität als Übervater zu verhindern, dass seine Nachfolger dem wachsenden Reformdruck nachgeben könnten.

Als er vor zweieinhalb Jahren von der Nationalversammlung zum Präsidenten bestimmt wurde, sagte Raúl, er bitte das Parlament, ihm zu gestatten, in wichtigen Fragen auch weiterhin den "Comandante" zu konsultieren. Die damals versprochenen Veränderungen zum Wohl der Menschen im Alltag wurden unter anderem aus Mangel an Geld auf Eis gelegt. Jetzt soll mehr Privatinitiative Kubas Wirtschaft retten, ohne den Sozialismus zu gefährden. Die Meinung Fidels zu diesen Reformen, kennt außerhalb des engsten Machtzirkels niemand.

Auch der Druck, politische Reformen zu wagen, wird größer. Zuletzt forderte die katholische Kirche, die zur Vermittlerin zwischen Opposition und Regierung geworden ist, den Menschen mehr Freiheiten zu gewähren. Und in den Jahren der Krankheit Fidels ist in Kuba eine kleine, aber sehr aktive oppositionelle Bloggergemeinde entstanden, die nicht mehr auf die Informationen der Regierung angewiesen ist.


KLEINE.tv

Obama will Guantanamo schließen

US-Präsident Barack Obama will das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba j...Noch nicht bewertet

 

Politik im Bild

Parteitag der Kärntner FPÖ in Klagenfurt 

Parteitag der Kärntner FPÖ in Klagenfurt

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang