Platter attackiert Italien im Schilderstreit

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Der Tiroler Landeshauptmann Platter hat im Südtiroler Schilderstreit seine scharfe Kritik an der italienischen Regierung bekräftigt. Bei der Eröffnung der 34. Innsbrucker Festwochen auf Schloss Ambras wertete Platter die "unfassbare Diskussion über zweisprachige Wegbezeichnungen" am Sonntag als "Provokation".
"Noch kein Wanderer hat sich verirrt, weil es nur einen deutschsprachigen Wegweiser gegeben hat", betonte der ÖVP-Politiker. Platter forderte ein "Abrüsten der Worte" und führte die Kultur, die Festwochen der Alten Musik und die neue Leitung durch den Italiener De Marchi als Beispiele dafür an, dass gerade in der Kultur die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hervorragend funktioniere.
Die italienische Regierung fordert eine flächendeckende Aufstellung von 60.000 zweisprachigen Wanderschildern in Südtirol. Innerhalb von zwei Monaten sollen demnach 36.000 nur auf Deutsch gehaltene Hinweistafeln zu Berghütten oder Berggipfeln ausgetauscht werden, was die Südtiroler Landesregierung als unmöglich bezeichnet. Außerdem lehnt es Bozen ab, die während des Faschismus übersetzten (erfundenen) Flurnamen anzuerkennen, weswegen nur die gesetzlich angegebenen Gemeindenamen sowie begleitende Begriffe wie "Alm" oder "See" in italienischer Sprache angegeben werden sollen.













