1.325 Zivilisten in Afghanistan heuer getötet

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Anschläge und Gefechte in Afghanistan haben von Jänner bis Juli dieses Jahres mindestens 1.325 Zivilisten das Leben gekostet. Dies sei ein Anstieg um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte die Unabhängige Menschenrechtskommission Afghanistans am Sonntag in Kabul mit.
68 Prozent der in diesem Jahr getöteten Zivilisten seien von den Taliban und ihren Verbündeten umgebracht worden, erklärte das Gremium. 23 Prozent der zivilen Opfer seien bei Militäraktionen der NATO oder der afghanischen Regierungstruppen getötet worden. In den verbleibenden neun Prozent der Fälle sei die Verantwortung nicht eindeutig festzustellen.
Allein bei Bombenanschlägen von Aufständischen kamen 425 Zivilisten ums Leben, wie die Menschenrechtskommission weiter mitteilte. Weitere 122 seien bei Selbstmordanschlägen getötet worden, 197 seien gezielt erschossen oder bei Angriffen auf Dritte von Querschlägern getroffen worden.
Die Einsetzung der Unabhängigen Menschenrechtskommission Afghanistans wurde Ende 2001 auf der Petersberg-Konferenz bei Bonn beschlossen. Alle neun Mitglieder der Kommission wurden nach den Angaben auf deren Website vom afghanischen Präsidenten Hamid Karzai ernannt.












