Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 23. Oktober 2014 05:55 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Mindestens 28 Tote bei Anschlägen in Bagdad Amnesty fordert Maßnahmen gegen Abdullah-Zentrum Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Mindestens 28 Tote bei Anschlägen in Bagdad Amnesty fordert Maßnahmen gegen Abdullah-Zentrum
    Zuletzt aktualisiert: 03.08.2010 um 10:53 UhrKommentare

    Immer weniger neue Österreicher

    Die Zahl der Einbürgerungen bleibt stark rückläufig. Im ersten Halbjahr bekamen 2.764 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft. Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang von 34,9 Prozent.

    Die Zahl der Einbürgerungen ist drastisch zurückgegangen

    Foto © APADie Zahl der Einbürgerungen ist drastisch zurückgegangen

    In den Jahren 2003 bis 2005 waren die Einbürgerungszahlen laut Statistik Austria bis zur Jahresmitte noch jeweils rund sieben bis acht Mal so hoch wie heuer. Mit Ausnahme von Kärnten wurden im ersten Halbjahr 2010 in allen Bundesländern weniger Personen eingebürgert als von Jänner bis Ende Juni 2009. Die Rückgänge waren jedoch unterschiedlich hoch und reichten von weniger als einem Zehntel in Vorarlberg und Salzburg bis weit über 50 Prozent in Wien. Nur in Kärnten erhielten mit 239 Personen um gut die Hälfte (+53,2 Prozent) mehr die österreichische Staatsbürgerschaft als im Vergleichszeitraum 2009 (156). In Wien sank die Zahl von 1.486 auf 650 (-56 Prozent), in Niederösterreich von 642 auf 364 Personen (-43 Prozent) und in Oberösterreich von 714 auf 470 Personen (-34 Prozent). Unterdurchschnittliche Rückgänge der Einbürgerungszahlen verzeichneten Tirol (von 365 auf 269; -26 Prozent), die Steiermark (von 267 auf 207; -22 Prozent), das Burgenland (von 91 auf 81; -11 Prozent), Salzburg (von 282 auf 260; -8 Prozent) und Vorarlberg (von 235 auf 222; -6 Prozent).

    Der Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft war im März 2006 an strengere Voraussetzungen geknüpft worden. Mit 1. Jänner 2010 wurden die Bestimmungen hinsichtlich des "hinreichend gesicherten Lebensunterhalts" nochmals verschärft. Ob dadurch signifikant weniger Menschen die Voraussetzung für eine Einbürgerung erfüllen, lässt sich nach Angaben der Statistik Austria derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Immerhin gab es im zweiten Quartal wieder um 41 Prozent mehr Einbürgerungen als im ersten Quartal dieses Jahres.

    Meisten hatten Rechtsanspruch

    Insgesamt erhielt im ersten Halbjahr 2010 jeder bzw. jede fünfte Eingebürgerte die Staatsbürgerschaft im Ermessen (551 Männer und Frauen), darunter 516 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz. Fast die Hälfte der Einbürgerungen (1.292 oder 47 Prozent) erfolgte jedoch aufgrund eines Rechtsanspruchs, darunter 514 Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen (z.B. Geburt in Österreich, EWR-Staatsangehörigkeit oder asylberechtigt). 308 Personen wurden aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und nachhaltiger Integration und 290 Personen aufgrund der Ehe mit einem Österreicher bzw. einer Österreicherin neue Staatsbürger. Schließlich wurden unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" 109 Ehegatten sowie 812 minderjährige Kinder österreichische Staatsbürger.

    Unter den insgesamt 90 Ländern der bisherigen Staatsangehörigkeit konzentrieren sich rund zwei Drittel der Verleihungen des ersten Halbjahres auf fünf Nationalitäten: Bosnien und Herzegowina ist mit 616 Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter (Rückgang gegenüber erstem Halbjahr 2009 um ein Fünftel), gefolgt von der Türkei (427; -37 Prozent), Serbien (371; -62 Prozent), Kroatien (246; +10 Prozent) und Kosovo (181; +5 Prozent). Zwei von fünf Personen, an die die österreichische Staatsangehörigkeit verliehen wurde (39 Prozent), sind bereits in Österreich geboren.


    Mehr Politik

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      Kerry und Steinmeier an Mauergedenkstätte

      Kurz vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls hat US-Außenminister John Kerr...Noch nicht bewertet

       

      Politik im Bild

      Seligsprechung von Papst Paul IV 

      Seligsprechung von Papst Paul IV

       

      100 Jahre Erster Weltkrieg

      Eine Reise an Orte, die bis heute vom Krieg gezeichnet sind. Elf illustrierte Reportagen auf 285 Seiten. Das neue Buch der Kleinen Zeitung ist ab sofort im Online-Shop erhältlich.

       


      Steirische Strukturreform

      APA

      Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

      Griechenland in der Krise



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!