Assad und König Abdullah in Beirut eingetroffen

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Der syrische Präsident Bashar al-Assad ist am Freitag zu einem Versöhnungsgipfel im Libanon eingetroffen. Es ist sein erster Besuch in dem Nachbarland seit der Ermordung von Ex-Premier Rafik Hariri vor über fünf Jahren. Assad kam zusammen mit Saudi-Arabiens König Abdullah. Die beiden Staatsoberhäupter wurden vom libanesischen Präsidenten Michel Sleimane und der gesamten Regierung erwartet.
Während der Vorbereitungen für das Treffen im Präsidentenpalast von Baabda war hinter den Kulissen viel über das auf UNO-Beschluss gebildete Sondertribunal für die Aufklärung des Hariri-Mordes gesprochen worden. Angeblich wollen Saudi-Arabien und die Türkei mit den Syrern und Libanesen nach einer Formel suchen, die verhindert, dass die für diesen Herbst erwartete Anklageschrift neue Gewalt im Libanon nach sich zieht. Als Verdächtige waren bisher inoffiziell syrische Funktionäre sowie einzelne Mitglieder der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah genannt worden.
Der vom früheren deutschen UNO-Chefermittler Detlev Mehlis vorgelegte Untersuchungsbericht belastete sogar Familienangehörige des syrischen Präsidenten. Der syrische Innenminister und frühere Geheimdienstkoordinator im Libanon, General Ghazi Kanaan, starb Ende 2005 in seinem Büro, etwa einen Monat, nachdem er mit den UNO-Ermittlern gesprochen hatte. Nach syrischen Angaben erschoss er sich selbst. Im Libanon gibt es Vermutungen, dass er umgebracht wurde. Damaskus hat jede Beteiligung an dem Hariri-Mord zurückgewiesen.
Das Attentat vom Februar 2005 hatte die sogenannte "Zedernrevolution" ausgelöst, die zum Ende der 29-jährigen syrischen Militärpräsenz im Libanon führte. Die Normalisierung der bilateralen Beziehungen hatten Assad und Sleimane im Juli 2008 auf dem Gründungsgipfel der Mittelmeerunion in Paris vereinbart.












