Ahmadinejad will Atom-Gespräche aufnehmen

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Nachdem sich am Sonntag bereits der iranische Außenminister Mottaki für eine Wiederaufnahme der Atomgespräche ausgesprochen hat, meldete sich auch Irans Präsident Ahmadinejad zu Wort. Er wolle die internationalen Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm seines Landes bald wieder aufnehmen. Laut dem iranischen Sender Press TV nannte Ahmadinejad September als möglichen Startzeitpunkt.
Wann und zu welchem Anlass Ahmadinejad seine Aussagen machte, berichtete Press TV nicht. Am Montag hatte die Europäische Union ihre Sanktionen gegen den Iran deutlich verschärft. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das.
Russland hat die neuen Sanktionen der Europäischen Union gegen den Iran jedoch scharf kritisiert. "Sie untergraben nicht nur unsere gemeinsamen Bemühungen, eine politische und diplomatische Lösung für das iranische Atomprogramm zu finden, sie sind auch eine Missachtung der sorgsam abgestimmten und koordinierten Bestimmungen der UNO-Resolutionen", sagte der russische Außenamtssprecher Andrej Nesterenko am Dienstag.
Ende Juni hatte Ahmadinejad angekündigt, die Atom-Gespräche für zwei Monate auszusetzen. Er reagierte damit auf eine neue Runde von Sanktionen, die der UNO-Sicherheitsrat am 9. Juni beschlossen hatte. Brasilien und die Türkei hatten gegen die neuen Sanktionen gestimmt. Sie hatten zuvor eine Vereinbarung für eine Zwischenlagerung von iranischem Uran in der Türkei ausgehandelt, um Sanktionen zu vermeiden. Der Westen lehnte die Abmachung aber ab.












