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Zuletzt aktualisiert: 27.07.2010 um 10:20 UhrKommentare

Lotterien - Internet-Zocken brachte Fiskus im Vorjahr 18 Mio Gebühren

Wenn die Österreicher zocken, freut sich der Finanzminister, fallen doch bei Glücksspielen und Sportwetten nicht nur Steuern, sondern auch Gebühren an.

Auch online ist Pokern möglich.

Foto © APAAuch online ist Pokern möglich.

Allein die elektronischen Lotterien - die Online-Spiele auf win2day.at sowie die sogenannten Video Lotterie Terminals (VLT) der Österreichischen Lotterien - spülten im Vorjahr 18,65 Mio. Euro an Gebühren in die Staatskasse, geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Finanzminister Josef Pröll (V) hervor. Die Steuern, die die Österreichischen Lotterien zahlen, sind hier noch nicht eingerechnet.

Der FP-Abgeordneten Bernhard Themessl und andere wollten von Pröll wissen, wie viele Gebühren nach § 28 Abs. 3 und 4 Gebührengesetz (Veranstaltung von Glücksspielen und Sportwetten, Anm.) das Finanzministerium von 2005 bis 2009 eingenommen hat.

Wie aus der Anfragebeantwortung vom 23. Juli hervorgeht, hat sich das Aufkommen aus diesen Posten mehr als verdoppelt. 2005 warfen die elektronischen Lotterien erst 8,97 Mio. Euro an Gebühren ab, 2006 dann 11,8 Mio. Euro. In den darauffolgenden Jahren stieg die Summe dann auf 12,8 Mio. (2007) bzw. 16,2 Mio. Euro (2008) an.

Die Online-Plattform win2day.at war auch im Krisenjahr 2009 die weitaus stärkste Sparte der Österreichischen Lotterien - der Umsatz schnellte um rund 13 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro hoch. Margenmäßig gilt das Online-Zocken aber als mager. Auch das Spielen an den VLTs (zentralvernetzte Automaten) war wieder sehr beliebt. Der WINWIN-Umsatz stieg nicht zuletzt dank eines neuen Outlets um fast 19 Prozent auf 362 Mio. Euro.

Auch an Sportwetten und Glücksspielen verdiente die öffentliche Hand ordentlich mit. Das Gebührenaufkommen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bezifferte das Finanzministerium für 2009 mit 8,08 Mio. (Sportwetten) bzw. 1,07 Mio. Euro (Glücksspiel). In der Steiermark fielen im Vorjahr aus diesen beiden Titeln 912.955 Euro an Gebühren an, in Tirol 764.423, in Oberösterreich 712.482 Euro und Salzburg 612.781 Euro. In Kärnten belief sich das Aufkommen auf knapp eine halbe Million Euro, in Vorarlberg auf 110.212 Euro.

Von welchen Einnahmen das Finanzministerium für 2010 bis 2014, also nach Inkrafttreten der vergangene Woche vom Bundesrat abgesegneten Glücksspielgesetznovelle, rechnet, wollte Pröll nicht beantworten. "Schätzungen über zukünftige Zeiträume können nicht vorgenommen werden, da diese rein spekulativ wären", heißt es in der Anfragebeantwortung.


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