Chinas Außenminister zu Gast in Wien

Foto © APA
Chinas Außenminister Yang Jiechi und sein österreichischer Amtskollege Spindelegger sind am Sonntag in Wien zusammengekommen. Gesprochen wurde über den Atomstreit mit dem Iran, den Ausbau der bilateralen Beziehungen und auch über Korea. Angesichts der derzeitigen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel rief Yang alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Spindelegger forderte Yang unter Hinweis auf eine entsprechende Erklärung des Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrates, Frieden und Stabilität in der Region zu bewahren und zu den Sechs-Parteien-Gesprächen zurückzukehren. Spindelegger sagte, die nordkoreanische Rhetorik erfülle ihn mit großer Sorge, eine Einbeziehung Chinas sei für die Stabilität in der Region wichtig. Pjöngjang hatte anlässlich der derzeit stattfindenden südkoreanisch-amerikanischen Manöver mit Atomwaffen gedroht.
Yang und Spindelegger hatten zuvor über die Zusammenarbeit ihrer Länder im UN-Sicherheitsrat gesprochen, dem Österreich als nichtständiges Mitglied noch bis Jahresende angehört. Beim Thema Iran, gegen den der Sicherheitsrat Anfang Juni neue, verschärfte Sanktionen beschlossen hatte, bekräftige der chinesische Außenminister den Standpunkt Pekings, die diplomatischen Verhandlungen zur Lösung des Atomstreits weiter zu intensivieren. Gleichzeitig halte China daran fest, dass es gelte, zu verhindern, dass weitere Länder in den Besitz von Atomwaffen gelangten.
Weitere Themen der Unterredung der beiden Minister waren der Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit und das Verhältnis zwischen China und der EU. Zudem wurden die Vorbereitungen zu den Feiern anlässlich des 40. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen erörtert.
Nach seinem Wien-Besuch reiste der chinesische Außenminister zu den Salzburger Festspielen weiter, wo er nach der Eröffnungsveranstaltung am Montag von Bundespräsident Fischer im Hotel "Goldener Hirsch" empfangen wird.












