Nachwahl in Bangkok Regierungs-Test nach Unruhen

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Zwei Monate nach den schweren Unruhen in Thailand hat in der Hauptstadt Bangkok am Sonntag eine wichtige Nachwahl begonnen. Es geht nur um einen Parlamentssitz, dessen Inhaber verstorben ist. Doch sehen die Thailänder dies als Popularitätswettbewerb zwischen der Regierung und den vor allem auf dem Land weiterhin sehr starken Regierungsgegnern, den so genannten Rothemden.
Sie hatten Teile Bangkoks von Mitte März bis Mitte Mai besetzt. Die Regierung beendete die Proteste unter Einsatz von Panzern und Wasserwerfern. Bei den Unruhen kamen 90 Menschen ums Leben und Hunderte wurden verletzt.
In dem Wahlkreis waren hunderte Polizisten im Einsatz. Zwei Kandidaten bewerben sich um den Sitz, der bisher in Händen der Regierungspartei der Demokraten war. Unter den Bewerbern ist Kokaew Pikultong, einer der Anführer der Rothemden, der wegen Terrorismus angeklagt ist und im Gefängnis sitzt. Er gehört der Oppositionspartei Puea Thai an und hatte in seinem Video-Wahlkampf Regierungschef Abhisit Vejjajiva als Diktator bezeichnet. Die Regierungspartei schickte den bisherigen stellvertretenden Außenminister Panich Vikitseth ins Rennen.
Der starke Mann hinter der Oppositionspartei Puea Thai ist der millionenschwere einstige Regierungschef Thaksin. Er wurde 2006 gestürzt und flüchtete vor einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs ins Exil. Er hatte die Demonstranten in Bangkok kräftig angeheizt und gilt als Erzfeind von Abhisit. Dieser hatte die Wahl Ende 2007 verloren, kam aber ein Jahr später dank Überläufern aus der damaligen Rothemden freundlichen Regierungskoalition an die Macht.












