Venezuela bricht Beziehungen zu Kolumbien ab

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Venezuela hat am Donnerstag die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen. Damit reagierte Präsident Chávez auf den Vorwurf, sein Land dulde Verstecke der Rebellengruppe FARC auf seinem Gebiet. Kolumbiens Präsident Uribe (Bild) hatte auf einem Treffen der Organisation Amerikanischer Staaten Fotos, Videos und Zeugenaussagen präsentiert, die beweisen sollen, dass dem so ist.
Chávez erklärte kurz darauf in Caracas, die Anschuldigungen zwängen ihn zum Abbruch der Beziehungen. Der venezolanische Außenminister Nicolas Maduro gab bekannt, sein Land habe seine Botschaft in Bogota geschlossen.
Der kolumbianische Botschafter in Venezuela sei dazu aufgefordert worden, innerhalb von 72 Stunden das Land zu verlassen. Maduro beschuldigte den kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe der Lüge und deutete an, die venezolanische Luftwaffe werde notfalls den Luftraum Venezuelas verteidigen, sollte der Konflikt weiter eskalieren.
Chávez warf Kolumbien vor, gemeinsam mit den USA einen Krieg gegen Venezuela anzetteln zu wollen. Die kolumbianische Regierung des Präsidenten Uribe sei "kriegerisch, lügnerisch und aggressiv", sagte Chávez vor laufenden Kameras. Alle Beziehungen würden abgebrochen. Uribe übergibt sein Amt bereits Anfang August an seinen gewählten Nachfolger Santos.
Bei der Sondersitzung der OAS in Washington hatten sich die Botschafter beider Länder Wortgefechte geliefert. Kolumbien verlangte, eine internationale Kommission nach Venezuela zu entsenden.
Nach Angaben des kolumbianischen Vertreters Luis Hoyos befinden sich 1.500 Rebellen in Venezuela. Er sprach außerdem von rund einem Dutzend Rebellenlagern in dem Land. Venezuelas Botschafter bei der OAS, Roy Chaderton, wies die Beschuldigungen zurück und forderte seinerseits die Entsendung einer Kommission zur Untersuchung der US-Militärbasen in Kolumbien.












