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    Zuletzt aktualisiert: 22.07.2010 um 12:24 UhrKommentare

    Wehrpflicht für Frauen für Darabos kein Thema

    Man komme mit den männlichen Wehrpflichtigen vollends aus und habe nicht vor, etwas daran zu ändern, so Darabos am Donnerstag in Bosnien. Auch Fischer rudert zurück: Er sei nie für eine Wehrpflicht für Frauen gewesen.

    Eine Wehrpflicht für Frauen wird es wohl sobald nicht geben

    Foto © APAEine Wehrpflicht für Frauen wird es wohl sobald nicht geben

    Eine Wehrpflicht für Frauen in Österreich ist für Verteidigungsminister Norbert Darabos "aktuell kein Thema". Wenn Frauen irgendwann den Männern voll gleichgestellt seien, etwa bei den Löhnen, könne man über eine Wehrpflicht für Frauen nachdenken, allerdings langfristig. Darabos befindet sich derzeit auf Truppenbesuch in Bosnien.

    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat sich am Donnerstag nicht dezidiert gegen einen verpflichtenden Wehrdienst für Frauen ausgesprochen. Allerdings sei dies für sie "kein Thema, so lange Frauen in wesentlichen Lebensbereichen immer noch benachteiligt sind", erklärte sie gegenüber der APA. Bis dahin habe man noch "ein ganzes Stück des Weges vor uns, und die Wehrpflicht für Frauen kann erst am Ende des Weges kommen".

    Lohnschere zuerst schließen

    Langfristig könne man "im Sinne der Gleichstellung" darüber reden, so die Ministerin. Zuvor gelte es aber, die Lohnschere zu schließen und die unbezahlte Arbeit gerecht zu verteilen, zumal auch der aktuelle Frauenbericht gezeigt habe, dass Österreich von echter Gleichberechtigung noch weit entfernt sei.

    Fischer rudert zurück

    Fischer hat sich am Donnerstag bemüht klarzustellen, dass er mitnichten für eine Frauen-Wehrpflicht eintrete. "Ich bin nicht dafür", sagte er im Ö1-"Mittagsjournal". Er habe sich lediglich auf eine "Grundsatzdebatte eingelassen", ob im Laufe der Zeit und mit fortschreitender Gleichstellung von Mann und Frau "auch über Leistungen im Bereich der Landesverteidigung und der Sozialdienste" nachgedacht werden könnte. Bei ÖVP und Oppositionsparteien stieß die Idee so oder so auf wenig Gegenliebe.

    ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm sieht den verpflichtenden Dienst an der Waffe für Frauen als "überhaupt kein Thema in Europa" und daher auch nicht hierzulande an. "Wir sollten uns auf die Fragen konzentrieren, die wir in absehbarer Zeit zu lösen haben", sagte sie dem ORF-Radio.

    Betreuungsleistung

    Für die FPÖ verwies deren Vize Norbert Hofer per Aussendung auf die Betreuungsleistungen von Frauen, weswegen eine Verpflichtung zum Wehrdienst nicht gerecht wäre. Er erneuerte aber die alte Forderung nach einer - freiwilligen - Musterung für Frauen im Sinne der Gesundheitsvorsorge. Die Grüne Jugend- und Zivildienstsprecherin Tanja Windbüchler-Souschill wiederholte wiederum die Forderung ihrer Partei nach einer Abschaffung der Wehrpflicht. Nur dies würde "junge Frauen und Männer aktiv gleich behandeln", meinte sie per Aussendung. BZÖ-Frauensprecherin Martina Schenk bekräftigte ebenfalls das Eintreten ihrer Partei für ein Aussetzen der allgemeinen Wehrpflicht sowie für ein Berufsheer mit einer Freiwilligenmiliz.


    Wehrpflicht für Frauen selten

    In Israel, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1948 in Kriegszustand befindet, müssen Jüdinnen und Drusinnen 21 Monate Dienst tun. Männer sind zu drei Jahren verpflichtet.
    Kuba setzt auf einen zweijährigen Wehrdienst für beide Geschlechter, in Eritrea werden Männer und Frauen für 16 Monate eingezogen.
    Für den Sudan (ein bis zwei Jahre) und für den Tschad (ein Jahr für Frauen) wird ebenso verpflichtender Dienst an der Waffe ausgewiesen wie für Cote d'Ivoire.
    In Mosambik müssen sich Frauen ebenso wie Männer für den Militärdiens registrieren lassen.

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