UNO-Tribunal: Urteil gegen Ex-Premier des Kosovo

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Das Haager UNO-Kriegsverbrechertribunal verkündet am Mittwoch das Urteil im Berufungsverfahren gegen den früheren kosovarischen Regierungschef Ramush Haradinaj. Der frühere Rebellenkommandant war im April 2008 in erster Instanz freigesprochen worden, ebenso wie der Ex-Chef einer Sondereinheit der Rebellengruppe "Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK), Idriz Balaj.
Gegen die Verurteilung des dritten Angeklagten Lahi Bramihaj zu sechs Jahren Haft hatte die Tribunalsanklage berufen. Der frühere UCK-Kommandant Haradinaj und seine beiden Mitkämpfer sollen zwischen März und September 1998 Kriegsverbrechen im Westkosovo begangen haben. Der Ex-Premier und jetzige Chef der oppositionellen Partei "Allianz für die Zukunft des Kosovo" (AAK) ist der ranghöchste Kosovo-Albaner, der sich vor dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien verantworten musste. Elf Personen, mehrheitlich Serben, sind wegen Kriegsverbrechen im Kosovo angeklagt worden.













