Werthmann weist Unterstellungen von Martin zurück

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Die aus der Liste Hans-Peter Martin ausgetretene EU-Abgeordnete Angelika Werthmann hat "sämtliche Vorwürfe und Unterstellungen" seitens Hans-Peter Martin und seiner Liste im Zusammenhang mit ihrem Austritt zurückgewiesen, ohne im Detail auf diese einzugehen. "Ich baue auf einen erwachsenen Umgang miteinander - und zwar von allen Seiten. Wir haben auch eine Vorbildfunktion", betonte sie.
Martin hatte Werthmann nach ihrem Austritt vorgeworfen, den "Ehrenkodex" seiner Liste nicht unterschrieben zu haben, der den Verzicht auf viele EU-Privilegien bedeutet hätte. Außerdem hatte er beklagt, sie habe "Monate am Mondsee in der Segelschule statt bei der Parlamentsarbeit" verbracht. Martin machte die Ex-Kollegin überdies für seine Krankheit mit teilweisem Hörverlust verantwortlich.
Martins Listenzweiter Martin Ehrenhauser warf am Dienstag Werthmann vor, immer stärker in die Nähe der ÖVP geraten zu sein. Sie habe unangekündigt mit den Konservativen für die Erhöhung der Sekretariatszulage für EU-Abgeordnete gestimmt und die Unterschrift unter dem internen "Ehrenkodex" verweigert. "Werthmanns Abstimmungsliste zum EU-Budget glich einer Blaupause der Konservativen. Sie durchbrach auch kokettierend in aller Öffentlichkeit unsere Distanziertheit zu Rechtsaußen", schrieb Ehrenhauser in einer Aussendung gemeinsam mit dem HPM-Kandidaten Sabitzer, für den sich Werthmann geweigert hatte, im EU-Parlament Platz zu machen. Werthmann sei "immer mehr in die Nähe des ÖVP-Strippenziehers Rübig und dem als EU-Abgeordneten getarnten Lobbyisten Ernst Strasser" geraten.












