EU-Außenbeauftragte Ashton beginnt Nahost-Reise

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Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat am Samstag in der Stadt Ramallah im Westjordanland einen dreitägigen Nahost-Besuch aufgenommen. Sie will neben Israel und den von der Palästinenserbehörde verwalteten Autonomiegebieten auch den Gazastreifen besuchen, wo die Hamas herrscht. Am Abend trag sie mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Fayyad zusammen.
Dabei rief sie erneut Israel auf, die Gaza-Blockade zu beenden. Die Abriegelung des Autonomiegebiets müsse aufhören, damit sich die Wirtschaft dort erholen könne, sagte Ashton auf einer Pressekonferenz mit Fayyad in Ramallah. Bei einem Besuch im Gazastreifen am Sonntag will sie sich ein Bild davon machen, ob die seit drei Jahren andauernde Blockade das Leben der Einwohner in dem von der Hamas kontrollierten Gebiet verbessert hat. Voraussichtlich wird sie aber keine Hamas-Repräsentanten treffen. Die EU stuft die Hamas als Terror-Organisation ein.
Im Laufe des Besuchs stehen auch Gespräche mit Israels Regierungschef Netanyahu und mit Außenminister Lieberman auf dem Programm. Ashton will sich bei ihrer Reise für eine Wiederaufnahme des Friedensdialogs zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen.
Unterdessen wurden am Samstag bei Angriffen der israelischen Armee im Westjordanland zwei palästinensische Pressefotografen leicht verletzt worden. Einer der Fotografen, ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP, musste kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden. Er hatte mit dem Kollegen über eine Kundgebung gegen die Besatzung des Westjordanlandes berichtet, als er nach eigenen Angaben von einem Soldaten mit dem Schlagstock ins Gesicht und auf die Beine getroffen wurde. Sein Kollege konnte wegen einer neben ihm explodierenden Granate zwischenzeitlich nicht mehr hören.













