Nowotny für Anhebung des Pensionsantrittsalters
Vorstellbar sei, dass "in sieben bis zehn Jahren" eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters "um ein bis zwei Jahre" kommt, sagt Nationalbankdirektor Ewald Nowotny. Er plädiert auch dafür, Staatsschulden abzubauen.

Foto © APANationalbankdirektor Ewald Nowotny fordert ein höheres Pensionsantrittsalter
Für eine Anhebung auch des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von derzeit 65 Jahren hat sich am Dienstag in Brüssel der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OENB) und EZB-Rat Ewald Nowotny ausgesprochen. In erster Linie sei es wichtig, das effektive Pensionsalter zu erhöhen, "aber ich glaube, dass man auch um eine Anhebung des gesetzlichen nicht herumkommen wird", sagte Nowotny.
Dass es nicht von heute auf morgen gehe, sei klar. Es habe ja keinen Sinn, im nächsten Jahr das Pensionsantrittsalter anzuheben, "da gibt es ja auch der Vertrauensschutz vor dem VfGH". Allerdings sollte man schon einen "Prozess jetzt einleiten, der in fünf bis sechs Jahren" Wirkung zeigen könne.
Nowotny sieht diese Thematik auch wichtig im Zusammenhang mit der Situation der Wirtschaft (siehe dazu eigene Meldung) und der durch Krisenmaßnahmen eingetretenen hohen Verschuldung der Staaten. Es gehe darum, die Defizite zu reduzieren, aber auch um "längerfristige Strukturaspekte, die mit der Frage der demographischen Entwicklung, der höheren Lebenserwartung" zusammenhängen. Es müssten alle Maßnahmen zu einer längeren Beschäftigung vor allem bei Frauen und zu einer Erhöhung des Pensionsantrittsalters gesetzt werden. In einigen Jahren könnte auch die Situation am Arbeitsmarkt sich so weit gebessert haben, dass die Beschäftigung älterer Personen leichter sei.












