Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 11:07 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Erneut tödlicher Angriff auf Impfteam in Pakistan Führende Reformpolitikerin in Pakistan getötet Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Erneut tödlicher Angriff auf Impfteam in Pakistan Führende Reformpolitikerin in Pakistan getötet
Zuletzt aktualisiert: 10.07.2010 um 12:27 UhrKommentare

Weitere Vorwürfe gegen Schulbrüder

Der Provinzial bestätigte den Kontakt mit dem Opfer eines Religionslehrers, der bereits vor Gericht stand. Kritik an mangelnder Transparenz durch Klasnic-Kommission.

Foto © APA

Die Schulbrüder sind am Samstag mit weiteren Missbrauchsvorwürfen konfrontiert worden. Provinzial Gassner bestätigte am Samstag auf APA-Anfrage, dass es eine "Anschuldigung" gegen einen früheren Religionslehrer gebe. Dieser wurde laut ORF-Radio bereits 2005 verurteilt. Der Orden beklagte aber im Gegenzug ein weiteres Mal die Vagheit der Vorhaltungen.

Die von Waltraud Klasnic geleitete Opferschutzkommission lasse es hier an Transparenz vermissen, sagte Provinzial Johann Gassner im Gespräch mit der APA. Ö1 verwies auf die Verurteilung eines Wiener Priesters im Jahr 2005 wegen sexuellen Missbrauchs. Dieser sei in den 1980er Jahren auch als Lehrer in Strebersdorf tätig gewesen, einer der missbrauchten Buben dort Schüler. Gassner bestätigte der APA, dass eine entsprechende "Anschuldigung" durch einen Rechtsanwalt im Juni eingegangen sei. "Der Priester war zwischen 1984 und 1987 bei uns. Wir haben gehört, dass es 2005 eine Verhandlung gegeben haben soll. Ich weiß allerdings bis jetzt nicht, ob bei dieser damaligen Verhandlung auch Fälle von unserer Schule dabei waren." Das Anwaltsschreiben deute allerdings darauf hin. Er habe es denn auch "absolut sofort und umgehend" an die Kommission weitergeleitet.

Im Ö1-"Morgenjournal" kam zudem ein heute 51-Jähriger zu Wort, der von einem Übergriff in seiner Zeit als Internatsschüler bei den Schulbrüdern durch einen Religionslehrer berichtete. Er habe sich nun an die Schule gewandt, und dort habe man ihm abgeraten, sich an die Opferschutzanwaltschaft zu wenden, berichtete der Betroffene. Eine Darstellung, die Gassner zurückweist: Ein Mitbruder habe mit diesem früheren Schüler gesprochen, bestätigte er. Doch ihm sei "explizit" empfohlen worden, zur Kommission zu gehen. Da aber der nämliche Priester - "ein Weltpriester, kein Ordenspriester", hielt Gassner fest - bereits verstorben sei, habe der Betroffene darin keinen Sinn gesehen.

Gassner beteuerte einmal mehr, dass die Schulbrüder an einer raschen und vollständigen Aufklärung aller Vorwürfe interessiert seien. Doch was von der Klasnic-Kommission "weitergetragen wird an die Staatsanwaltschaft, das ist auch nebulos". Die Aussagen der Kommission seien nicht präzise genug, "wir wissen oft nicht genau, welche Vorwürfe erhoben werden". Hier müsse "Klartext" gesprochen werden.

Den Missbrauchsvorwurf gegen den in der Öffentlichkeit mehrmals angesprochen Bruder P. weist der Orden weiterhin vehement zurück. Keine sexuellen Übergriffe, aber gewalttätige Erziehungsmethoden will der im ORF-Radio zitierte Betroffene durch ihn erlitten haben: Er sprach wörtlich vom "sadistischsten Erzieher, den ich je erleben musste". P. entschuldige sich für "inadäquate Erziehungsmethoden", die Bezeichnung als Sadist aber "kann er und können wir nicht nachvollziehen", schrieben dazu die Schulbrüder in einer Aussendung.


KLEINE.tv

Tourismus: Kärnten will Wertschöpfung erhöhen

Die Tourismusverantwortlichen in Kärnten ziehen eine positive Bilanz des...Bewertet mit 4 Sternen

 

Politik im Bild

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat 

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang