Nordkorea zu neuen Atomgesprächen bereit

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Nachdem im UNO-Sicherheitsrat die Vetomacht China eine Schuldzuweisung an Nordkorea wegen der Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" verhindert hat, ist die Führung in Pjöngjang zur Wiederaufnahme der Sechs-Staaten-Gespräche über das umstrittene Atomwaffenprogramm des Landes bereit. Eine entsprechende Erklärung gab das nordkoreanische Außenministerium am Samstag in Pjöngjang ab.
Die Koreanische Demokratische Volksrepublik werde "konsequent Anstrengungen für den Abschluss eines Friedensvertrags und die Denuklearisierung durch die sechsseitigen Gespräche auf gleichberechtigter Basis unternehmen", wurde ein Ministeriumssprecher von den Staatsmedien zitiert. Südkorea und die USA haben ihrerseits erklärt, vor einer Wiederaufnahme der Gespräche müsse Nordkorea die Verantwortung für die Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffs übernehmen.
Nordkorea nehme die Erklärung des Weltsicherheitsrats vom Vortag zur Kenntnis, der zur Lösung der Probleme auf der koreanischen Halbinsel durch direkten Dialog und Verhandlungen aufrufe, hieß es. Die Erklärung sei ohne "richtiges Urteil und Schlussfolgerung" geblieben. Südkorea hatte vergeblich verlangt, dass Nordkorea für die Schiffsversenkung verantwortlich gemacht wird.
US-Außenministerin Hillary Clinton nannte die Erklärung des Sicherheitsrates eine "klare Botschaft, dass derartiges unverantwortliches und provokatives Verhalten eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit in der Region darstellt und nicht toleriert werden wird". Bei der Schiffsversenkung waren Ende März 46 südkoreanische Seeleute ums Leben gekommen. Südkorea, das den Weltsicherheitsrat angerufen hatte, forderte eine Entschuldigung von Nordkorea. Pjöngjang müsse die Verantwortung für das Sinken des Schiffes übernehmen und sich entschuldigen, erklärte das südkoreanische Außenministerium am Samstag.
Nachdem im Mai ein internationales Ermittlerteam zu dem Schluss gekommen war, dass die "Cheonan" durch einen nordkoreanischen Torpedo-Angriff versenkt worden war, hatten sich die Spannungen auf der geteilten Halbinsel verschärft. Das südkoreanische Außenministerium forderte am Samstag, Nordkorea müsse die Verantwortung für das Sinken des Schiffes übernehmen und sich entschuldigen.
Die 2003 aufgenommenen Sechs-Staaten-Gespräche über das Atomprogramm Pjöngjangs, an denen neben Nordkorea und Südkorea China, die USA, Japan sowie Russland teilnehmen, sind seit April 2009 ausgesetzt. Damals war Nordkorea nach einem zweiten Atombombentest aus den Verhandlungen ausgestiegen.













