Mehr als 40 Tote bei Anschlag auf Schiiten im Irak
Bei Anschlägen in Bagdad sind am Mittwoch 40 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind mindestens 33 schiitische Pilger, die ein Selbstmordattentäter in den Tod riss. 90 weitere Menschen, ebenfalls zumeist Pilger, wurden bei der Bluttat verwundet. Acht weitere Menschen kamen bei anderen Anschlägen in der irakischen Hauptstadt ums Leben.
Die Gläubigen befanden sich auf dem Weg zu einem religiösen Fest in Gedenken an den Imam Mussa Kasim in dem sunnitischen Bezirk Asamiya in Bagdad. Der Anschlag wurde in unmittelbarer Nähe derselben Brücke verübt, auf der während des gleichen Fests vor fünf Jahren 1.000 Pilger infolge einer Massenpanik starben, als Gerüchte über eine Bombe aufkamen. In der Hauptstadt Bagdad waren am Mittwoch Zehntausende Gläubige versammelt, die unter hohen Sicherheitsvorkehrungen zum Mausoleum des im Jahr 799 verstorbenen Imams im Nachbarbezirk Kasimiya pilgerten.
Auch in den Vierteln Jadida und Fudailia im Osten der irakischen Hauptstadt explodierten mehrere deponierte Sprengsätze, was mehrere Tote und Dutzende Verletzte forderte. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand, es verüben jedoch immer wieder sunnitische Extremisten Attentate auf schiitische Gläubige.
Bagdad hatte sich mit strengen Sicherheitsvorkehrungen auf den Ansturm von Pilgern vorbereitet, die jährlich des siebenten der zwölf Imame gedenken. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt und Kontrollposten eingerichtet. Seit Dienstag waren zudem zahlreiche Brücken komplett für den Verkehr gesperrt.
In Bagdads westlicher Vorstadt Abu Ghraib sprengten Terroristen nach Polizeiangaben am frühen Mittwochmorgen fünf Häuser in die Luft. Drei Menschen starben, sechs wurden verletzt. Ein irakischer Parlamentarier überstand einen Attentatsversuch am Mittwoch unverletzt, weil seine Leibwächter die Angreifer überwältigen konnten.












