Iran stellt Bedingungen für weitere Atomgespräche

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Im Streit um sein Atomprogramm ist der Iran unter bestimmten Bedingungen zur Wiederaufnahme von Gesprächen mit der Europäischen Union bereit. In einer Antwort auf ein entsprechendes Angebot der EU erklärte der iranische Chefunterhändler Said Jalili am Dienstag, sein Land sei prinzipiell offen für Gespräche. Diese könnten Anfang September wieder beginnen.
Die EU müsse aber klarstellen, ob sie ein Einvernehmen wolle oder den Konflikt suche, wurde Jalili von amtlichen iranischen Medien zitiert. Die EU-Außenbeauftragte Ashton hatte in einem Brief an Jalili am 10. Mai eine Wiederaufnahme der Kontakte angeboten, sofern es dabei um wirkliche Gespräche über Teherans umstrittenes Atomprogramm gehe. Ashton habe zwar Medienmeldungen über die iranische Bereitschaft gelesen, sagte eine Sprecherin Ashtons in Brüssel am Dienstag: "Aber im Moment haben wir noch keine förmliche Antwort bekommen."
Die EU bestehe darauf, dass bei neuen Gesprächen das Atomprogramm Teherans im Mittelpunkt stehen muss. "Es ist klar, dass es dabei um das Atomprogramm gehen muss", sagte die Sprecherin weiter zur Frage, ob die EU irgendwelche Vorbedingungen für die Wiederaufnahme der Gespräche stelle. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Programms an einer Atombombe zu bauen.
Jalili forderte, die EU müsse ihre Haltung zu Israels Atomwaffenarsenal darlegen. Israel gilt allgemein als Atommacht, lässt die Welt aber bewusst im Unklaren darüber, ob es Kernwaffen besitzt oder nicht.
Jalili monierte, dass Ashton mit ihrem Gesprächsangebot bis nach der Verhängung der verschärften UNO-Sanktionen im vergangenen Monat gewartet habe. Damit will der Sicherheitsrat den Iran zur Offenlegung seines Atomprogramms bewegen. "Druck auszuüben und gleichzeitig Gespräche zu wollen, ist nicht nur inakzeptabel, sondern ist völlig unzivilisiert", schreibt Jalili. "Die EU sollte diese zweigleisige Vorgehensweise stoppen und ihre Fehler wieder gutmachen", schreibt Jalili.












