US-Vizepräsident Biden im Irak
Der US-Vizepräsident Joe Biden ist zwei Monate vor dem Abzug der letzten regulären US-Kampfeinheiten aus dem Irak zu einem nicht angekündigten Besuch in Bagdad eingetroffen. Biden und seine Frau, die zum ersten Mal das Land besucht, wurden am Flughafen vom irakischen Außenminister Hoshyar Sebari, US-Botschafter Christopher Hill und dem Kommandanten der US-Truppen im Irak empfangen.
Aus dem Weißen Haus heißt es, dass das Vize-Präsidentenpaar am 4. Juli den Unabhängigkeitstag der USA mit den US-Truppen feiern will. Während seiner Aufenthalts kommt Biden laut Weißem Haus mit dem irakischen Präsidenten Jalal Talabani, mit Ministerpräsident Nuri al Maliki und dessen Hauptrivalen für das Amt des künftigen Regierungschefs, Iyad Allawi, zusammen. Vier Monate nach der Parlamentswahl hat der Irak immer noch keine neue funktionierende Regierung, da sich die politischen Lager auf keinen Nachfolger für Maliki einigen können. Die USA sind über das anhaltende Machtvakuum kurz vor dem Abzug ihrer letzten Kampfeinheiten besorgt. Ab 1. September bleiben nur noch 50.000 Soldaten zur Ausbildung und Sicherung von US-Einrichtungen zurück.













