Zehntausende Exiliraner demonstrierten bei Paris

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Zehntausende Exiliraner aus aller Welt haben am Samstag in Taverny bei Paris für einen "demokratischen Wandel im Iran" demonstriert. Sie unterstützen in einer Erklärung "weitere internationale Sanktionen gegen das klerikale Regime" und mahnten politische Unterstützung des Westens für dessen Sturz an. Die Erklärung werde von 3.500 Parlamentariern aus Europa und Nordamerika unterstützt.
Das erklärte die Exiloppositionsgruppe Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI). Der Widerstandsrat bezifferte die Zahl der Teilnehmer an der Kundgebung auf 100.000. Darunter seien 35.000 aus Deutschland, wo die größte iranische Exilgemeinde lebe, sagte ein Sprecher. Sie seien in 1.400 Bussen und unzähligen Autos gekommen. Als Gastredner seien neben anderen der frühere spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar und der frühere US-Botschafter bei der UNO, John Bolton, aufgetreten.
Die Hauptrednerin Maryam Rajavi erklärte, das iranische Regime habe nach dem "Volksaufstand" von 2009 sein "Versöhnungspotenzial" verloren. Die jahrelangen Verhandlungen mit Teheran hätten dem Regime "nur Zeit gekauft". Die jüngsten UNO-Sanktionen seien gut, aber nicht genug. "Wir fordern, dass Sie den Kauf von Öl und Gas von diesem Regime sofort einstellen", sagte die Vorsitzende des Widerstandsrats, an die Westmächte gewandt. Die Proteste wurden niedergeschlagen, Dutzende Menschen wurden getötet und mehrere hundert inhaftiert.
Der von Rajavi geführte Nationale Widerstandsrat Iran ist der politische Arm der Gruppe der "Volksmujaheddin", die jahrelang mit Gewalt gegen die Machthaber im Iran kämpften. Die USA schätzen die Volksmujaheddin als Terrororganisation ein, die EU hat sie im Jänner 2009 von ihrer Terrorliste gestrichen.












