Keine einheitliche Linie beim G-8-Gipfel

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Beim G-8-Treffen im kanadischen Huntsville stand am heutigen zweiten Tag der Atomstreit mit Nordkorea und dem Iran im Mittelpunkt. Nordkorea wird laut Abschlusserklärung des G-8-Gipfels für den Angriff auf ein südkoreanisches Kriegsschiff verurteilt. Eine Einigung auf eine Bankenabgabe oder eine Steuer auf Finanzmarkttransaktionen zeichnete sich weiterhin nicht ab.
Nordkorea und ebenso der Iran wurde erneut aufgefordert, ihre Atomprogramme einzustellen. Die Führung in Teheran wird verdächtigt, Atomwaffen herstellen zu wollen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte Anfang Juni neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Die G-8-Staaten wollen durchsetzen, dass Unternehmen aus ihren Ländern nicht mehr im Iran arbeiten.
Bei der Diskussion über die Finanz- und Wirtschaftspolitik nach der weltweiten Finanzkrise blieben unterschiedliche Auffassungen bestehen. Eine Bankenabgabe werde es aller Voraussicht nach nur auf einzelstaatlicher Ebene geben, teilte die kanadische Präsidentschaft mit. Die Wirtschaftsthemen sollten das Treffen der G-20-Gruppe bestimmen, die von Samstagabend bis Sonntag in Toronto zusammentreffen sollte.
Nach Angaben aus informierten Kreisen wollen die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer ihre Staatsdefizite bis 2013 halbieren. Bis 2016 soll laut Entwurf des Kommuniqués das Verhältnis von Schulden zu Bruttoinlandsprodukt stabilisiert oder gesenkt werden.
Einig waren sich die Staatsvertreter nur in punkto Entwicklungspolitik: Der Initiative zur Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit in den Entwicklungsländern stellen die acht führenden Industrieländer - USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Russland - rund vier Milliarden Euro zur Verfügung
Mindestens 10.000 Menschen demonstierten am Samstag in Toronto gegen den Gipfel. Am Rande des Protestmarschs kam es zu Randalen.













