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Zuletzt aktualisiert: 24.06.2010 um 12:48 UhrKommentare

Israel bringt Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien

Nach Angaben der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur FARS sind vor einigen Tagen israelische Armeehubschrauber auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien gelandet und haben dort Rüstungsgüter für "einen Angriff auf einen muslimischen Staat" entladen. Das berichtet die israelische Zeitung "Haaretz" am Donnerstag in ihrer Internetausgabe.

Der iranische Präsident Ahmadinejad richtete unterdessen laut FARS eine Warnung an Israel und sagte, sich mit dem Iran zu "spielen" sei "so gefährlich, wie mit einem Löwen zu spielen". Die arabischsprachige Zeitung "Al-Quds al-Arabi" schrieb, ein amerikanischer Flottenverband einschließlich eines Flugzeugträgers habe in der Vorwoche den Suez-Kanal auf dem Weg in den Persischen Golf durchquert. Der zivile Schiffverkehr sei dafür für mehrere Stunden unterbrochen worden. Aufgabe des Verbandes sei es, die Einhaltung der UN-Sanktionen gegen den Iran zu überwachen, hieß es.

Ägyptische Oppositionsabgeordnete warnten die Regierung in Kairo, nicht den Fehler zu wiederholen, den Kanal für amerikanische Schiffe wie seinerzeit für den Angriff auf den Irak zu öffnen. Die muslimische Welt würde es nicht hinnehmen, wenn Ägypten mit Israel und den USA bei einem Angriff auf den Iran zusammenarbeite.

FARS zufolge landeten die israelischen Armeehubschrauber am 18. und 19. Juni auf dem saudi-arabischen Flughafen Tabuk. Für die Operation seien zahlreiche zivile Flüge gestrichen worden.

Die britische Zeitung "The Times" hatte vor zehn Tagen berichtet, dass Saudi-Arabien der Öffnung seines Luftraums für israelische Flugzeuge zur Vorbereitung eines möglichen Angriffs auf den Iran zugestimmt habe. Israel lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab, Saudi-Arabien dementierte ihn heftig.

Der iranische Präsident Ahmadinejad zeigte sich indessen überzeugt, dass das "zionistische Regime zu schwach" sei, eine "Aggression" gegen den Iran zu beginnen. Die Israelis sehnten sich zwar danach, dem Iran einen Schlag zu versetzen, doch sie trauten sich nicht einmal daran zu denken, sagte er in einem Interview mit dem türkischen Sender ATV.

Quelle: APA

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