Nobelpreisträgerin Ebadi erhielt Preis in Wien

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Aus den Händen von Vizekanzler Pröll hat die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi am Dienstag in Wien den Felix Ermacora-Menschenrechtspreis entgegengenommen. Sie widme diese Auszeichnung "allen Menschenrechtsaktivisten im Iran" und im Besonderen ihrer inhaftierten Mitstreiterin Narges Mohammadi, erklärte die engagierte Anwältin bei der Feierstunde im Parlament.
Die frühere Außenministerin Plassnik würdigte in ihrer Laudatio "den beispiellosen Gerechtigkeitssinn" dieser "unbeugsamen und unbequemen" Kämpferin. Der Preis werde sie in ihrem Einsatz für die Wahrung der Menschenrechte stärken, sagte Ebadi in ihren Dankesworten.
Ebadi zeichnete ein trübes Bild der Lage im Iran unter dem Hardliner-Regime von Präsident Ahmadinejad. Man gehe von mindestens 800 politischen Gefangenen aus. 2009 wurden acht politische Häftlinge hingerichtet, meist Vertreter ethnischer Minderheiten - unter dem Vorwurf des Separatismus
Am Abend hält sie auf Einladung der Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen (ÖGAVN) einen Vortrag. Ebadi hat Österreich mehrfach besucht. Anfang 2004 hatte die Frau des damaligen Bundespräsidenten, Margot Klestil-Löffler, im Rahmen einer Staatsvisite in Teheran Ebadi in ihrem kleinen Anwaltsbüro im Süden Teherans einen viel beachteten Besuch abgestattet. Unter dem früheren gemäßigten Präsidenten Khatami war ein derartig politisches "Damenprogramm" noch möglich. Die Anwältin forderte damals eine Verbesserung der Frauen- und Familienrechte in ihrem Land.
Ebadi befindet sich im westlichen Exil, von wo sie ihren Kampf für Menschenrechte und Demokratie in ihrem Land fortsetzt. Für ihr Eintreten für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im Iran ist sie in diesem Jahr bereits mit dem Internationalen Demokratiepreis Bonn 2010 ausgezeichnet worden.













