Fall Göldi: Schweizer Außenministerin in Libyen

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Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey und ihr spanischer Amtskollege Miguel Angel Moratinos sind am Samstag in Tripolis eingetroffen. Dort wartet der festgehaltene Schweizer Geschäftsmann Max Göldi in einem Hotel auf seine Ausreise. Calmy-Rey und der derzeitige EU-Ratsvorsitzende Moratinos kamen laut einem Agenturbericht gegen 23.30 Uhr (Ortszeit) in der Libyens Hauptstadt an.
Nach dem Verlassen des Flugzeugs wurden sie demnach vom libyschen Vize-Außenminister Khaled Kaim empfangen. Die libyschen Behörden hatten bereits zuvor gemeldet, dass Calmy-Rey in Tripolis erwartet werde. Das Außenministerium in Bern wollte bisher keine Angaben dazu machen.
Göldis Anwalt Salah Zahaf zufolge soll der Schweizer Unternehmer nach Erhalt seines Passes demnächst auch ein Ausreisevisum bekommen. "Der Generalstaatsanwalt hat uns den Pass von Max Göldi zurückgegeben. Wir haben das Ausreisevisum beantragt, damit er am Sonntag ausreisen kann", erklärte Zahaf am Samstag.
Göldi, der seit dem 22. Februar in Tripolis im Gefängnis war, wurde am Donnerstag - wenige Tage vor Ablauf seiner Strafe - aus der Haft entlassen. Der Mitarbeiter der des Energie- und Automationstechnik-Unternehemns ABB sowie der tunesisch-schweizerische Doppelbürger Rachid Hamdani waren im Juli 2008 wegen angeblicher Gesetzesverstöße verhaftet worden. Hamdani konnte Ende Februar ausreisen.
Vier Tage vor den Festnahmen waren Gaddafi-Sohn Hannibal und dessen Frau in Genf vorübergehend festgenommen worden. Sie wurden der Misshandlung von Hausangestellten verdächtigt. Die Festnahme Göldis hatte den Anschein eines Vergeltungsakts der libyschen Behörden für das Vorgehen der Schweizer Justiz gegen den Sohn des Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi.












