Protest gegen Berlusconis Sparplan in Rom

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Die italienische Regierung von Ministerpräsident Berlusconi bekommt den Widerstand gegen ihr Sparpaket mit Ausgabenkürzungen im öffentlichen Bereich in Höhe von 24 Milliarden Euro zu spüren: Der Gewerkschaftsverband CGIL demonstrierte am Samstagnachmittag in Rom gegen die Sparmaßnahmen, die ihrer Ansicht nach die öffentliche Verwaltung besonders stark belasten.
"Alles auf unseren Schultern!", lautet der Leitslogan des Protests, an dem sich Spitzenpolitiker der Opposition beteiligen. Der Gewerkschaftsverband protestiert vor allem gegen die Einfrierung der Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst, den die Regierung Berlusconi bis 2013 beschlossen hat.
Die Demonstration in Rom ist die erste einer Serie von Protestaktionen gegen den Sparplan, mit dem die Regierung Berlusconi die ausufernde Verschuldung reduzieren will. Am 15. Juni gehen die Lehrer gegen die Regierung auf die Straße. Laut den Gewerkschaften wird der Sparplan die Gehälter der Lehrer um bis zu 3.000 Euro pro Jahr reduzieren. Die Arbeitnehmerorganisationen bemängeln, dass die öffentlichen Beamten zu stark von den Einschnitten belastet seien, während die einkommensstärkeren Kategorien die Auswirkungen der Ausgabenkürzungen kaum zu spüren bekommen werden.
Auch Italiens Demokratische Partei, die stärkste Oppositionskraft, ruft zu einer nationalen Demonstration gegen den Sparplan auf. Der Protest ist am 19. Juni in Rom geplant. Streikaktionen planen in den nächsten Wochen auch Lehrer, Ärzte und Richter. Höhepunkt des Protests ist der Generalstreik am 25. Juni zu dem der CGIL-Verband aufgerufen hat. Im öffentlichen Dienst wird 24 Stunden lang gestreikt, im Privatbereich wird der Arbeitsausstand vier Stunden lang dauern.












