ÖVP-Wirtschaftsbund setzt sich für Gesamtschule ein
Nach einer Umfrage unter 700 Unternehmern setzt sich Generalsekretär Haubner entgegen der Parteilinie für eine "sinnvolle" gemeinsame Schule ein.

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Der ÖVP-Wirtschaftsbund zeigt Sympathien für eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen. In den Betrieben gebe es "die klare Forderung" danach, allerdings verbunden mit "klarer Leistungsdifferenzierung", stellte Generalsekretär Peter Haubner angesichts einer Umfrage unter rund 700 Managern fest.
Der Wirtschaftsbund werde sich dem "großen Wunsch" der Wirtschaft anschließen und in der ÖVP Druck für ein solches Schulsystem machen, berichtet die "Presse" ( Schulsystem machen, berichtet die "Presse" (Montag-Ausgabe). Wirtschaftsbund-Präsident Leitl hat in seiner Funktion als Wirtschaftskammer-Präsident schon mehrfach für eine gemeinsame Schule plädiert. Der VP-Arbeitnehmerbund ÖAAB sprach sich hingegen in seinem Bildungskonzept für die strikte Trennung von Hauptschule und AHS-Unterstufe aus.
Alle ÖVP-Bünde und die Landesparteien sollen bis Herbst ihre Positionen zur künftigen Bildungspolitik abgeben. Wissenschaftsministerin Karl hat sich zuletzt für ein "Gymnasium für alle" bis 14 Jahre ausgesprochen - was in der ÖVP auf einige Kritik stieß. ÖVP-Chef Pröll sprach von einer "persönlichen Meinung" der Ministerin.
Haubner forderte, das Hauptaugenmerk auf die Ausbildungsbedürfnisse der Jugendlichen - und nicht auf die Interessen der Gewerkschaft - zu legen. Ein neues Schulsystem könnte helfen, die teils massiven Defizite bei Jugendlichen auszumerzen, die eine Lehre machen wollen. Unternehmer würden beklagen, dass es immer weniger Lehrlinge gebe, die Rechtschreibung und Grundrechtenarten auf hohem Niveau beherrschen. "Hat man früher einen von zwei problemlos in die Lehre aufnehmen können, so findet man heute nur noch einen unter zwanzig", merkte er an.













