Gaza-Flotte - Obama sieht "Tragödie" als "Chance"

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Als Reaktion auf den israelischen Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte hat US-Präsident Obama gefordert, den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. "Es ist nun wichtig, dass wir den Stillstand beenden und diese Tragödie als Chance begreifen", sagte Obama am Donnerstag. Er bekräftigte zugleich seine Unterstützung für eine interne Untersuchung des Vorfalls mit internationaler Hilfe.
Israel habe zwar berechtigte Sicherheitsbedenken wegen der Bedrohung durch die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas, die israelische Blockade des Palästinenser-Gebiets beeinträchtige aber die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Menschen dort erheblich, so Obama. Bei der Erstürmung des Schiffkonvois waren am Montag neun Aktivisten getötet worden. Israels Vorgehen wurde international scharf kritisiert.
Die Regierung in Tel Aviv lehnte eine internationale Untersuchung ab. Außenminister Lieberman deutete allerdings zuletzt an, dass sich eine israelische Kommission mit Unterstützung ausländischer Beobachter der Sache annehmen könnte.
Rund 450 festgenommene Aktivisten kamen wieder auf freien Fuß und flogen am Donnerstag von Israel in die Türkei. Darunter waren auch die übrigen deutschen Aktivisten des Gaza-Hilfskonvois. Fünf von ihnen waren vorübergehend in Israel inhaftiert, einer wurde wegen einer Verletzung in einem Krankenhaus behandelt. Israel hat den Gazastreifen abgeriegelt, um die Hamas von Waffenlieferungen abzuschneiden.













